Huawei umgarnt CIOs in Lissabon

30. Oktober 2015, 17:10
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Huawei hat diese Woche zum CIO Forum nach Lissabon eingeladen.

Huawei hat diese Woche zum CIO Forum nach Lissabon eingeladen. Das chinesische Unternehmen zeigte, was es zu den aktuellen Trend-Themen Cloud, Internet der Dinge, Mobilität und Big Data zu sagen hat. Gleichzeitig aber betont der Konzern, dass auch im traditionellen Geschäft nach wie vor Wachstumspotential besteht.
Leon He, President Western Europe Enterprise Business, erklärte der Presse, dass Huawei in der Region Western Europe (WEU) den Umsatz in den vergangenen zwei Jahren jeweils um 50 Prozent steigern konnte. Für das laufende Jahr wird ein ähnliches Ergebnis erwartet. 90 Prozent des Umsatzes generiert der chinesische Konzern in der WEU-Region über Partner.
Partnerschaft mit T-Systems
Cloud, IoT, Big Data und Mobility – dies sind die Trendthemen, um die sich das diesjährige CIO Forum drehte. In allen Bereichen arbeitet der Konzern in Europa mit Partnern zusammen und möchte die Zusammenarbeit vertiefen, wie Leon He mehrfach betonte.
Im Bereich Cloud etwa arbeitet Huawei mit Telefonica und T-Systems zusammen. Korbinian Lehner, Head of Managed Workplace Solutions bei T-Systems, stellte die Open Telekom Cloud vor. Gehostet werden die Daten in einem Rechenzentrum in Biere, Deutschland, wie Lehner ausführt. Derzeit würden erste Kunden das Angebot testen und zur Cebit 2016 soll der Dienst marktreif sein. Ein Bezahlsystem nach effektiver Nutzung soll das IaaS-Angebot konkurrenzfähig machen.
Abraxas virtualisiert mit Huawei
Im Bereich Cloud und Datacenter wurde im Rahmen des Forums auch die Partnerschaft von Huawei und Abraxas vorgestellt. Dafür stand Olaf Sonderegger, ICT Architect bei Abraxas auf der Bühne. Sonderegger erklärte dem Publikum, wie das Unternehmen mit Huaweis Netzwerk-Lösungen die Rechenzentren voll virtualisert hat.
Das neue Netzwerk wurde vergangenen Herbst in Betrieb genommen und basiert auf der SDN-Lösung Cloud Fabric. Unter anderem wurden so die drei Rechenzentren miteinander verbunden, um einerseits die Migration von virtuellen Maschinen zuverlässig zu ermöglichen, und andererseits, um einen Pool von Netzwerk-Ressourcen zu generieren. Dies soll es ermöglichen, Ressourcen und Services bei Bedarf schnell zur Verfügung stellen zu können.
Auch im Kerngeschäft Wachstumspotential
Wie mehrere Vortragende des CIO-Forums betonten, möchte Huawei bei den "neuen" Themen mitmischen. Etwa mit einer Mining-Platform für Big-Data-Analysen oder mit einem Betriebssystem für Geräte des Internets der Dinge. Das Lite OS ist gemäss dem Hersteller nur wenige KB gross und hat somit einen geringen Energieverbrauch.
Aber auch im traditionellen Geschäft sieht der Konzern nach wie vor Potential. Die zunehmende Mobilität sei nur ein Wachstumsfaktor für Huawei, so Le. 12'000 Kilometer des Streckennetzes der Deutschen Bahn etwa, wurden von Huawei ausgerüstet. Klassische Netzwerkprodukte, Router, Switches und Speicher sind nach wie vor gefragt. Das traditionelle Business wird auch in Zukunft wichtig sein, ist He überzeugt. (Katharina Jochum, Lissabon)

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