Huaweis Channel-Ambitionen in der Schweiz

8. Juli 2011, 13:01
  • huawei
  • cisco
  • channel
  • schweiz
image

Distis, VARs und Systemintegratoren gesucht.

Distis, VARs und Systemintegratoren gesucht.
Chinas Senkrechtstarter Huawei ist in der Schweiz schon seit drei Jahren ein bekannter Player im Telco-Bereich. Swisscom, Sunrise und Orange arbeiten mit dem Telco-Ausrüster, der mittlerweile neben der Berner auch eine Zürcher Niederlassung eröffnet hat.
Ebenfalls schon seit einigen Jahren ist Huawei im Schweizer Privatkundengeschäft tätig. Wer ein mobiles Modem von Swisscom, Sunrise oder Orange besitzt, verwendet mit grösster Wahrscheinlichkeit ein Huawei-Produkt. "Bislang haben wir in der Schweiz eine halbe Million Stück davon verkauft", sagt Felix Kamer (Foto), der bei Huawei Schweiz Verkaufschef ist. Neuerdings sind in der Schweiz auch Handys von Huawei im Umlauf. Seit kurzem findet sich im Swisscom-Shop das Android-Einsteiger-Smartphone "Swisscom My Surf easy", das von Huawei hergestellt wird. Huawei stellt auch Tablets her - gut möglich, dass es diese auch hierzulande bald zu kaufen geben wird.
Channel-Aufbau
Huawei wird in der Schweiz nun ein drittes Standbein aufbauen, wie gestern berichtet: Netzwerkinfrastruktur für Unternehmen. Klarer Marktführer ist hier Cisco, der allerdings seit geraumer Zeit in seinem Kerngeschäft von Konkurrenten wie etwa Hewlett-Packard angegriffen wird. Huawei möchte nun seine Router, Switches und diverse Lösungen für Unified Communication und Telepresence in der Schweiz an den Mann bringen. Zurzeit sei man dabei, Direktkontakte aufzubauen, sagt Kamer. Bald soll auch der indirekte Verkauf angestossen werden.
"Wir wollen zuerst unseren Bekanntheitsgrad in der Schweiz steigern. Deshalb gehen wir derzeit die Kunden direkt an", so Kamer. Das Fulfillment sollen aber künftig die Partner übernehmen. Gemäss Kamer sucht Huawei Value Added Reseller, Systemintegratoren, aber auch Distributoren, wenn möglich Value Added Distributors. "Ziel ist es, ein bis zwei europäische Distis zu haben, die auch in der Schweiz tätig sind. Darüber hinaus wollen wir auch mit lokalen VADs zusammenarbeiten", so Kamer. Der Disti müsse einen starken Service-Bereich haben, denn im Netzwerkgeschäft spiele die Logistik, sprich das einfache "Boxmoving", keine grosse Rolle. Derzeit führt Huawei Gespräche mit möglichen Businesspartnern. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Podcast: Sollten noch Produkte von Huawei und Kaspersky eingesetzt werden?

Wir debattieren, was es für die Schweiz bedeutet, wenn Produkte von Firmen aus autoritären Ländern eingesetzt werden. Zudem gehen wir den Transparenzinitiativen von zum Beispiel Kaspersky und Huawei auf den Grund und fragen uns: Sind die Amerikaner eigentlich besser?

publiziert am 30.9.2022
image

Urs Truttmann wird Digitalchef der Stadt Luzern

Nachdem Truttman seit April schon interimistisch als CDO im Einsatz stand, übernimmt er die Leitung der Dienstabteilung Digital jetzt definitiv.

publiziert am 29.9.2022
image

Regierung will Millionen für Digitale Transformation von Basel-Land ausgeben

Für die digitale Verwaltung und den Aufbau eines Governance-Modells sollen 21 Millionen aufgewendet werden. Es gebe dazu keine Alternative, so der Regierungsrat.

publiziert am 29.9.2022
image

Schweiz: Wettbewerbsfähigkeit top, E-Government flop

In der aktuellen IMD-Studie steigt die Schweiz in Sachen digitale Wettbewerbsfähigkeit in die Top 5 auf. Dahingegen schwächelt sie im Bereich E-Government.

publiziert am 29.9.2022