Huaweis Charmeoffensive in Europa

13. Juni 2014, 15:23
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Vertreter des chinesischen Telekomausrüsters Huawei sind diese Woche in Europa unterwegs, um sich mit Politikern und Wirtschaftsgrössen zu treffen.

Vertreter des chinesischen Telekomausrüsters Huawei sind diese Woche in Europa unterwegs, um sich mit Politikern und Wirtschaftsgrössen zu treffen. Huawei verspricht dabei, mehr in die Region zu investieren und auch Jobs zu schaffen.
Huawei ist in Europa, wo die grossen Mitbewerber Ericsson, NSN und Alcatel-Lucent zuhause sind, zwar schon seit längerem präsent. Doch immer wieder sah sich Huawei mit Gegenwind konfrontiert. Berichte, wonach die chinesische Führung mit Hilfe von Huawei europäische Netze ausspionieren könne, tauchten immer wieder auf. Belege dafür gab es aber nie. Mit den Enthüllungen von Edward Snowden vor einem Jahr hat sich diese Befürchtung der Europäer zudem in Richtung USA verlagert. In den USA sind die Ängste gegenüber Huawei hingegen weiterhin vorhanden.
Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) ist für Huawei vom Umsatz her in etwa gleich wichtig wie der Heimmarkt. Etwas mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes erwirtschaftet Huawei in EMEA. Weil aufgrund der oben genannten Berichte Huawei praktisch aus den USA verbannt wurde, ist der europäische Markt noch einmal wichtiger geworden.
Huaweis Chefstratege William Xu sagte am Dienstag in Mailand gegenüber Reportern, dass Huawei aktuell in Europa 7700 Beschäftigte habe. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wolle man weitere 5500 Personen engagieren. Der aktuelle CEO Guo Ping sagte gleichentags in London, man eröffne bald ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Bristol. Heute Freitag steht ein weiteres Treffen in Irland auf dem Programm. (mim)

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