Huaweis Geschäftseinbruch hat sich beschleunigt

6. August 2021, 13:26
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Der chinesische Konzern leidet unter den US-Sanktionen. Der VR-Chef sagt: "Unser Ziel ist es, zu überleben."

Der Umsatzeinbruch beim chinesischen Huawei-Konzern nach US-Sanktionen hat sich noch einmal beschleunigt. Im zweiten Quartal fielen die Erlöse des Netzausrüsters und Smartphone-Anbieters um gut 38% auf rund 22 Milliarden Euro, wie aus den Halbjahreszahlen hervorgeht.
Im ersten Quartal war der Umsatz noch um 16,5% geschrumpft. "Unser Ziel ist es, zu überleben – und das nachhaltig", betonte der Verwaltungsratsvorsitzende Eric Xu.
Im gesamten ersten Halbjahr fiel der Umsatz um gut 29% auf knapp 42 Milliarden Euro. Den Ausschlag dafür gab vor allem das Verbrauchergeschäft, dessen Erlöse um rund 47% absackten. Das Netzwerk-Geschäft schrumpfte um 14%. Eric Xu sprach von "externen Faktoren", die das Verbrauchergeschäft gebremst hätten. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass Huawei bei Netzwerktechnik und im Geschäft mit Unternehmen wieder zulegen werde.

Der Verlust des Marktzugangs macht Huawei zu schaffen

Huawei verlor durch US-Sanktionen den Zugang zu wichtigen westlichen Technologien und könnte auch verstärkt aus Mobilfunk-Netzen herausgehalten werden. Unter anderem hortete die Firma deswegen Chips, was die Halbleiter-Engpässe auf dem Weltmarkt beschleunigte.
Ein weiteres grosses Problem für Huawei ist, dass der Konzern keine neuen Smartphones mit Google-Diensten – von Karten bis zur App-Plattform Play Store – verkaufen kann. Deshalb brachen die Verkäufe von Huawei-Telefonen ausserhalb Chinas ein.
Die USA werfen Huawei enge Verbindungen zu chinesischen Behörden vor und warnen vor einer Gefahr von Spionage und Sabotage. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. 

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