Huber+Suhner dank LTE-Boom im Hoch

28. Oktober 2014, 08:12
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Der Anbieter von Verbindungstechnik profitiert vom Ausbau der Mobilfunknetze.

Der Anbieter von Verbindungstechnik profitiert vom Ausbau der Mobilfunknetze.
Getrieben vom Nachfrageschub im Glasfasergeschäft wegen des Ausbaus der Mobilfunknetze, haben sich die Perspektiven beim Kabelhersteller Huber+Suhner weiter aufgehellt. Im dritten Quartal gingen Aufträge von 205 Millionen Franken ein. Nach den ersten neun Monaten 2014 liegt der Auftragseingang mit 613,7 Millionen um 21 Prozent höher als in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Zur Jahresmitte hatte das Plus 16 Prozent betragen.
Beim Umsatz konnte Huber+Suhner den in der ersten Jahreshälfte erlittenen Rückgang um 5 Prozent inzwischen praktisch wettmachen: Die Erlöse erreichten nach neun Monaten mit 560,8 Millionen Franken fast den Vorjahreswert von 562,9 Millionen. Unter Ausklammerung von Währungs- und Kupfereffekten resultierte laut den Angaben gar ein Wachstum von 3 Prozent.
Der Auftragseingang in der Fiberoptik sei auch im dritten Quartal ausgesprochen hoch gewesen, erklärte das Unternehmen. Hauptgrund für den Zuwachs um 48 Prozent in den ersten neun Monaten 2014 seien neue Kunden im Geschäft mit Glasfaserkabeln für die Vernetzung von Mobilfunkantennen. Hintergrund ist der Ausbau auf den LTE/4G-Standard.
Gebremst wurde der Kabelhersteller dagegen weiterhin im Solarmarkt. Positiv entwickelte sich weiterhin das Bahngeschäft, insbesondere in China. Die Nachfrage von Autoherstellern und nach industriellen Anwendungen bewegte sich etwa auf Vorjahresniveau.
Für das Gesamtjahr rechnet Huber+Suhner weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent. Die operative Marge (EBIT-Marge) dürfte leicht über dem Zielband von 6 bis 9 Prozent liegen, wie es weiter hiess. (sda/mim)

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