"Human Brain Project": Auch IBM jubelt

28. Januar 2013, 14:53
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Das ambitiöse und nicht unumstrittene "Human Brain Project" bekommt die erhofften EU-Fördermillionen. Auch IBM ist daran beteiligt.

Das ambitiöse und nicht unumstrittene "Human Brain Project" bekommt die erhofften EU-Fördermillionen. Auch IBM ist daran beteiligt.
Heute ist offiziell bestätigt worden, was bereits Ende vergangener Woche klar war: Die EU wird im Rahmen des Programms "Future and Emerging Technologies" (FET) die beiden Projekte "Graphene" und "Human Brain Project" für die nächsten zehn Jahre jeweils mit bis zu einer Milliarde Euro unterstützen. An "Graphene" sind mehrere Schweizer Universitäten wie auch die Empa beteiligt, der Projektlead liegt jedoch in Schweden.
Beim "Human Brain Project" hat hingegen die EPFL die Projektleitung inne. Für dieses Vorhaben wird die Entwicklung eines neuen Supercomputer vorbereitet. Neben der EPFL sind am HBP auch das Lausanner Universitätsspital (CHUV), die ETH Zürich, die Universitäten Bern und Zürich sowie IBM Research beteiligt. "Dieser Grosserfolg ist extrem wichtig für die wissenschaftliche Landschaft in unserem Land", wird Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann am Montag in einer Mitteilung der EPFL zitiert. Das HBP ist allerdings umstritten. Einige Forscher argumentieren, das Gehirn sei zu komplex für eine Computersimulation.
Unter den sechs Finalisten des FET-Programms befanden sich drei Projekte, die von Wissenschaftlern der beiden ETHs massgeblich mitgeprägt worden sind. Während das "Human Brain Project" zu Fördergeldern kommt, gingen bekanntlich "FuturICT" und das Guardian-Angels-Projekt leer aus. Beim ersten geht es darum, Datenströme für gesellschaftliche relevante Simulationen zu nutzen, beim zweiten wollen die Forscher besonders kleine und energiesparende Sensorsysteme entwickeln, die zum Beispiel zur Überwachung der Umwelt wie auch von vitalen Funktionen im menschlichen Körper Anwendung finden könnten. Diese Projekte müssen nun andere Wege finden, um ihre Forschung zu finanzieren. (mim)

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