Hyperscaler: Report zeigt Performance-Unterschiede

15. November 2019, 14:35
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Thousandeyes hat die Ergebnisse seines jährlichen Cloud-Performance-Report publiziert.

Thousandeyes hat die Ergebnisse seines jährlichen Cloud-Performance-Report publiziert. Der Benchmark soll Kunden Vergleichsdaten liefern, heisst es in einer Mitteilung. Die Ergebnisse würden unter anderem Unterschiede in Bezug auf die Netzwerkperformance und Konnektivität bei den weltweit grössten Cloud-Anbietern aufzeigen.
Untersucht wurden von Thousandeyes AWS, Google Cloud Platform (GCP), Azure, Alibaba Cloud und IBM Cloud. Die Ergebnisse stammen laut einer Mitteilung aus einer Analyse von mehr als 320 Millionen Datenpunkten, die in 98 globalen Metropolregionen im Laufe von 30 Tagen gesammelt wurden.
Eigene Backbones vs. frei zugängliches Internet
Beim Datenverkehr verliessen sich einige Public-Cloud-Anbieter stark auf das frei zugängliche Internet statt auf ihre eigenen Backbones, so ein Ergebnis der Untersuchung. Dies würde zu Leistungsschwankungen führen.
AWS weise allgemein eine geringe Latenz auf und könne im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen insgesamt besser abschneiden. Im Vergleich zu Azure und GCP habe AWS jedoch immer noch eine geringere Leistungsvorhersehbarkeit, da der Provider weitgehend das frei zugängliche Internet anstelle der eigenen Backbones nutze, so der Report. Azure überzeuge weiterhin durch eine sehr gute Netzwerkperformance, die ähnlich wie bei Google auf die Nutzung des eigenen Backbones zurückzuführen sei. IBM verfolge einen hybriden Ansatz, der sich regional unterscheide. Die Performance von IBM Cloud sei mit den anderen grossen Providern vergleichbar.
Google weise weltweit aber noch einige signifikante Lücken auf, die seit der Veröffentlichung des Reports im letzten Jahr nicht geschlossen worden seien. Der Datenverkehr aus Europa und Afrika benötige 2,5- bis 3-mal länger, um nach Indien zu gelangen, da Daten zunächst um die Welt reisen würden, anstatt eine direkte Verbindung zu nutzen. Google Cloud habe zudem die Transparenz des internen Netzwerks verringert, so dass es schwieriger geworden sie, die Netzwerkpfade und -leistung zu analysieren.
Die Ergebnisse würden auch einen Zusammenhang zwischen Performance und ISP-Anbieter zeigen, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Unternehmen sollten ihren Breitband-Anbieter danach auswählen, auf welche Cloud sie am stärksten angewiesen seien, heisst es weite. Empfehlungen liegen jedoch nur für die USA vor.
Der vollständige Report ist auf der Website des Unternehmens zum Download verfügbar. (kjo)

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