Hypi Lenzburg testet die E-Post-App

7. Juli 2020, 12:25
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Als Entwicklungspartner der Post kann bei der Regionalbank exklusiv die Betaversion der Mobile-App "E-Post" ausprobiert werden.

Um seinen Kunden die administrativen Prozesse zu vereinfachen und sie bei der Umstellung auf das digitale, private Büro zu begleiten, ist die kurz Hypi Lenzburg genannte Regionalbank Umsetzungspartner der Schweizerischen Post geworden. Es geht um den Test der Mobile-App "E-Post", deren Beta-Version nun lanciert wurde.
Laut einer Mitteilung soll sich das Bankkonto mit der E-Post-App verbinden lassen, um so zunächst Rechnungen bezahlen und archivieren zu können. Damit nutze man die hauseigene Open-Banking-Plattform Finstar nun auch für eine Nicht-Banken-Anwendung, bestätigt man bei der Hypi Lenzburg auf Anfrage.
Mit der derzeit entwickelten App verspricht die Post, die private Administration der Nutzer einfach und zeitsparend erledigen zu können. Bei der für ihre Innovationen bekannten Bank laufe die Testumgebung aktuell exklusiv, heisst es weiter. Wer ein iOS-basiertes Gerät von Apple nutzt und über ein zahlungsfähiges Konto der Bank verfügt, soll in einem ersten Schritt die Option "Rechnung bezahlen & archivieren" nutzen können, weitere Funktionen sollen folgen. Hat man sich übers E-Banking für die App-Nutzung entschieden, sollen sich bisher per Post erhaltene Rechnungen bezahlen und in der App archivieren lassen. Die physische Ablage in Ordnern entfalle.
Angebunden sei E-Post über die offene Schnittstellenarchitektur der Open-Banking-Plattform Finstar. "Hauptziel der Pilotphase sei es, Rückmeldungen von echten Nutzerinnen und Nutzern zu erhalten". Dafür offeriere die Post den Testpersonen eine Belohnung von 50 Franken. Nach der Pilotphase soll das Produkt in den ordentlichen Betrieb übergehen und dann auch anderen Banken zugänglich gemacht werden. Laut der Post sollen künftig jegliche Dokumente – Verträge, Policen, Briefe, Lohnabrechnungen oder Rückforderungsbelege – in E-Post verwaltet werden können, auch wenn sie über verschiedene Kanäle in den E-Post-Account eingehen und unterschiedliche Bearbeitungsprozesse verlangen.
Der Open-Banking-Plattform sei es zu verdanken, dass man überhaupt als Umsetzungspartner mit der Post zusammenarbeiten könne, betont man bei der Hypi weiter. Beweise sie doch, dass man der Kundschaft auch bei "Kooperationen mit Nicht-Banken einzigartige Vorteile verschaffen" könne, wie Marianne Wildi, CEO der Hypothekarbank Lenzburg, ausführt.

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