IAMCP-GV: Bordeaux, Kununu und der "Sweet Spot"

3. Juni 2015, 07:18
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Ein Gastbeitrag von Daniel Jäggli, Vorstandsmitglied der International Association of Microsoft Channel Partners Schweiz und CEO von Leuchter IT Solutions.

Am vergangenen Freitag trafen sich rund 30 Mitglieder der Microsoft-Partner-Vereinigung IAMCP zur Generalversammlung im Casinotheater Winterthur. Lag es an der bevorstehenden Slam Poetry Night, dass alle Traktanden so einfach durchgewinkt wurden? Leichtes Spiel hatte jedenfalls Marco Iten, Head der Business Unit Software bei Also Schweiz, der als neues Vorstandsmitglied gewählt wurde. Er wird den Lizenz- und Distributionsfokus in den Vorstand bringen. Mit der Aufnahme von Marco Iten ist IAMCP Schweiz dem Ziel, einen möglichst diversifizierten Vorstand aus allen Kompetenzen und Fachrichtungen im Microsoft-Umfeld aufzubauen, einen grossen Schritt näher gekommen.
Es winkt ein Spitzenbordeaux
Mehr zu reden gab dann die neue Mitgliederwerbeaktion Member2(Re)Member. Immerhin winkt pro geworbenes Mitglied ein Spitzenbordeaux im Wert von 300 Franken – schnell wurde kalkuliert, wen man denn im Bekanntenumfeld alles ansprechen könne für eine Kiste Château Mouton-Rothschild. Details zu dieser Aktion sind wie immer auf der geschlossenen Yammer-Plattform von IAMCP zu finden.
Speziell verdankt wurde der Besuch von Günter Geppert, der sich der Community als neuen Microsoft Partner Sales Lead vorstellte. Und dann waren es doch noch zwei Themen, welche etwas intensivere Diskussionen verursachten.
Kununu und der "Sweet Spot"
Kununu, das Arbeitgeber-Bewertungs-Portal, ist heute eine Tatsache, an der kein IAMCP-Mitglied vorbeikommt. Man kann die Plattform als Arbeitgeber aktiv nutzen, wie dies einige IAMCP-Mitglieder sehr gut machen, und so sein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber vorstellen. Als Variante kann man den Ball flach halten. Was passiert aber, wenn nachweislich falsche, böswillige Bewertungen, vielleicht sogar von Personen, welche nie im entsprechenden Unternehmen gearbeitet haben, vorgenommen werden? Durch solche Bewertungen wird das Rating massiv nach unten gezogen. Dies wurde recht kontrovers diskutiert. Am Schluss erhielt der Vorstand die Aufgabe und ein Budget, eine einfache rechtliche Abklärung vorzunehmen um die Möglichkeiten auszuloten. Man war sich aber einig, dass dies nur ein erster Schritt sein könne, weitere - eventuell auch rechtliche - Schritte müssten dann im grösseren Rahmen, zum Beispiel durch SwissICT oder den Gewerbeverband, vorgenommen werden.
Das diskursive Sahnehäubchen war dann der Vortrag darüber, wie man als Partner in den berühmten "Sweet Spot" von Microsoft kommen könnte. Dies ist der Ort, an welchem die eigenen Unternehmensziele maximal mit den Microsoft-Zielen beziehungsweise mit den Zielen des PSM-Partners (Partner Sales Manager) übereinstimmen. Als kurze Konklusion - bei allem, was man mit Microsoft macht oder von Microsoft erwartet - soll man sich über die Scorecard des PAM (Partner Account Manager) im Klaren sein. Man darf ihn dazu auch ruhig befragen. Sind die eigenen Ziele zu stark divergierend, muss man sich dessen bewusst sein und die Erwartungen an das Engagement von Microsoft realistisch halten. Wichtig auch zu wissen: Sogenanntes Run Rate Business, wie zum Beispiel das Lizenzgeschäft mit klassischen On-Premise-Lizenzen, gehört vermutlich nicht in den Sweet Spot. Auch wichtig: Versuche, sich den Zielen von Microsoft anzupassen, sind zum Scheitern verurteilt. Man ist zu langsam und eine konsequente, langfristige und nachhaltige Strategie kann das nicht sein. Die Slides zu diesem Vortrag können in Yammer eingesehen werden.
Mit Apéro, Dinner Slam Poetry und Schlummertrunk vom feinsten - zu denen dann teilweise auch die Partner der anwesenden IMACPler stiessen - wurde das Vereinsjahr 2014 verabschiedet. Der Vorstand freut sich, möglichst viele Mitglieder am Swiss IAMCP Golf Tournament vom 24. Juni in Küssnacht am Rigi, an der World Partner Conference vom 12. bis 16. Juli in Orlando, am Technologieevent vom 15. September in Zürich, an der Budget-GV vom 5. November in Bern oder am Kaminfeuergespräch vom 21. Januar 2016 zu begrüssen. (Daniel Jäggli)
(Interessenbindung: inside-channels.ch ist Medienpartner von IAMCP Schweiz)

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