IBM baut Genfer Rechenzentrum aus

4. August 2010, 16:00
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Schon in einem halben Jahr will IBM das seit 2005 bestehende Rechenzentrum in Genf um 900 m2 auf eine nutzbare Fläche von 3200 m2 ausgebaut haben.

Schon in einem halben Jahr will IBM das seit 2005 bestehende Rechenzentrum in Genf um 900 m2 auf eine nutzbare Fläche von 3200 m2 ausgebaut haben. Soeben ist der Baubeginn für die Erweiterung gestartet worden, wie der blaue Riese heute mitteilt. Wie bisher schon verspricht IBM auch diesmal, nicht an der Blase blosser Kollokations-Rechenzentren mit zu bauen. Vielmehr soll auch der Ende Jahr abgeschlossene Erweiterungsbau mit modernsten Standards und zusätzlicher Technologien aus den IBM-Forschungslabors glänzen, wenn ab dem ersten Quartal 2011 die von IBM adressierten ersten Schweizer Kunden einziehen werden. "Zum einen haben bereits bestehende Kunde weitere Kapazitäten nachgefragt", präzisiert IBM-Sprecherin Susan Orozco gegenüber inside-it.ch, und natürlich spreche man auch Neukunden an. Konkrete Namen wollte Orozco allerdings nicht nennen.
Aktuell fragten die Kunden unter anderem Managed Rack Services und Dedicated Client Areas nach, die eine effiziente Ausnutzung der Infrastruktur erlauben, heisst es bei IBM weiter. Genau dies soll der als "High Density Datacenter" beschriebene Ausbau liefern, der die Leistung pro Quadratmeter auf zwei bis fünf Kilowatt zu verdichten verspricht. Dem Trend zur Virtualisierung folgend sollen ab 2011 aus Genf Cloud-Computing-Lösungen zu beziehen sein. Zum Einsatz kommt dazu das sogenannte In-Row-Cooling, eine Präzisionskühlung in eigenständigen Gehäusen innerhalb der Schrankreihe, was eine sehr effiziente und räumlich konzentrierte Kühlung erlaubt.
Während die Dedicated Client Areas durch Sicherheitsmassnahmen und elektronische sowie biometrische Zugangskontrollen geschützt sind, werden in Genf für höchste Sicherheitsanforderungen auch Private Client Suites zur Verfügung stehen, die physisch durch Mauern und Zugangssysteme separiert sind. Sowohl Dedicated Client Areas als auch Private Client Suites sollen gemäss IBM über eine für sie separat eingerichtete Verteilung der Stromversorgung und Kühlung verfügen. "Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer sehr hohen Leistungsdichte", heisst es in der Mitteilung, so dass die Schaltschränke "ohne Probleme mit 20kW pro Rack versorgt werden" können. Die redundante Infrastruktur soll dafür sorgen, dass Wartungsarbeiten ohne Ausfall der Systeme durchzuführen sind. (vri)

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