IBM baut Hardware-Abteilung völlig um (Update)

4. Januar 2008, 14:44
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'Big Blue' will die Hardware-Verkaufsabteilung KMU-tauglicher machen. Neue Struktur nach Industrien statt Produktlinien. Restrukturierung könnte mit Personalabbau verbunden sein.

'Big Blue' will die Hardware-Verkaufsabteilung KMU-tauglicher machen. Neue Struktur nach Industrien statt Produktlinien. Restrukturierung könnte mit Personalabbau verbunden sein.
IBM ist mit einem Umsatz (2006) von über 22 Milliarden Dollar alleine mit Hardware immer noch ein riesiger Player, wenn es um Server und Speichergeräte geht. Die Hardware-Abteilung des IT-Riesen soll nun offenbar verstärkt auf das weltweit rasch wachsende Segment der kleinen und mittelgrossen Firmen (in IBM-Massstäben sind fast alle Schweizer Firmen "KMU") ausgerichtet werden.
So berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press unter Berufung ein internes Memo, dass IBM die Hardware-Abteilung komplett umkrempeln wird. Anstatt nach Produkte-Kategorie soll sie neu nach vier Kunden-Segmenten strukturiert werden. Dies sind grosse Organisationen, KMU, Industrie-Systeme (Retail, Telekommunikation, Gesundheitswesen) und ein viertes Segment für die Kunden der Mikroelektronik (insbesondere der "Power" Mikroprozessoren).
Die US-Zeitschrift 'Computer Reseller News' (CRN) berichtet heute zusätzlich, die Restrukturierung der 'Systems and Technology Group' (STG) sei mit einer "kleinen Zahl von Entlassungen" verbunden. Dies sagte Tom Jarosh, der bei der STG den schönen Titel "Vice President for Transformation" trägt.
Bemerkenswerterweise wird 'Big Blue' aber auch weiterhin nach Produktgruppen organisierte Geschäftseinheiten (Mainframes, Unix-Server, modulare Systeme, Storage) haben.
IBM: Reorg bereits seit 18 Monaten in Gange
Unterdessen ist auch das offizielle Statement der IBM-Presseabteilung eingetroffen. Gemäss 'Big Blue' ist die Reorganisation der Hardware-Abteilung hin zu einer auf Kunden statt auf Technologie fokussierten Struktur bereits seit 18 Monaten in Gange. So sei die auf KMU fokussierte "Business Systems Organisation" bereits vor längerer Zeit ins Leben gerufen worden. Richtig ist gemäss IBM hingegen, dass die Verkaufseinheiten für Grosskunden (Enterprise Systems) und die industriespezifischen Einheiten neu aufgestellt wurden. (Christoph Hugenschmidt)

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