IBM baut Standort Bern stark aus

23. August 2016, 12:39
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Mit einem Schweizer "Client Innovation Center" ist IBM soeben in Bern gestartet. Geplant ist, bis Ende 2017 bis zu 200 Mitarbeiter zu beschäftigen.

Mit einem Schweizer "Client Innovation Center" ist IBM soeben in Bern gestartet. Geplant ist, bis Ende 2017 bis zu 200 Mitarbeiter zu beschäftigen.
Im Rahmen seiner weltweiten "Global Delivery Organisation" baut IBM sogenannte Client Innovation Center auf. Die Schweizer Dependance hat im August unter der Leitung von Franziska Feller und einem Kernteam den Betrieb aufgenommen, wie IBM mitteilt.
Zunächst werde noch vom bisherigen IBM-Standort in Gümligen gearbeitet. Doch sollen in Bern bis Ende 2017 zwischen 150 und 200 Mitarbeiter beschäftigen werden, wie IBM-Schweiz-Chef Thomas Landolt dem 'Bund' sagte. Derzeit suche man noch einen passenden Standort. Ausserdem sind diverse Stellen ausgeschrieben, heisst es dort weiter. Gesucht sind IT-Professionals, Absolventen und Berufseinsteiger, so IBM.
Entwicklung zurück in die Schweiz
Laut dem Zeitungsbericht holt IBM Teile der Applikations-Entwicklung für Schweizer Kunden aus Rumänien und Indien zurück. Es sollen aber auch Arbeiten - keine Stellen - vom Hauptsitz in Altstetten nach Bern gezügelt werden. Big Blue reagiert damit auf den Wunsch von Kunden - als wichtigste werden in Bern die Bundesverwaltung, Post, SBB und Swisscom genannt -, die lokale Projektpartner gefordert haben, wie Landolt dem Blatt sagte.
IBM selbst schreibt, dass am Standort Bern technische Dienstleistungen rund um Entwicklung, Test und Wartung von IT-Lösungen für Kundenprojekte erbracht werden. Inhaltlich adressiert man damit eine "steigende Nachfrage nach flexiblen Lösungen und neuen Skills, um das Potenzial von Themen wie Mobile, Cloud, Big Data, Internet of Things und Cognitive gewinnbringend nutzen zu können". Dabei soll die globale Vernetzung der Client Innovation Center den Erfahrungsaustausch rund um aktuellste IT-Skills fördern. Das Center in Bern soll für Kunden in der Romandie, im Mittelland und teilweise auch in der restlichen Schweiz zuständig sein.
Der Entscheid, eine neue Niederlassung zu gründen und neue Stellen zu schaffen, kommt nur drei Monate nach dem in der Schweiz rund 100 Stellen im Consulting- (Global Business Solutions) und Outsourcing-Business (Global Technology Solutions) abgebaut worden waren. Wie IBM auf Anfrage mitteilt, ist die sich hier abzeichnende Schwerpunktverschiebung im Rahmen der "digitalen Transformation bei IBM" zu verstehen.
Gesucht wird ein Standort in Bern
In Gümligen, wo aktuell primär Marketing und Verkauf angesiedelt sind, habe man das Center gestartet, weil es in Bern schwierig sei, passende Lokalitäten zu finden. IBM sucht laut 'Bund' gut erreichbare und flexibel nutzbare Büroraum in der Stadt. Im Rennen um den neuen Standort seien auch Basel, Biel und Lausanne gewesen, wobei sich Bern unter anderem dank der Nähe zur Romandie und der Affinität zur französischen Sprache durchgesetzt habe. So sollen denn auch Arbeitskräfte aus der Westschweiz nach Bern gelockt werden. Zudem hätte bei der Auswahl die Universität Bern und die Berner Fachhochschule eine Rolle gespielt, die beide IT-Studiengänge anbieten.
Der 'Bund' hält weiter fest, dass sich Bern zwar über den prominenten Zuzug freue, aber weder einen Investitionsbeitrag bezahlt noch Steuererleichterungen gewährt habe. Die Standortförderung des Kantons unterstütze IBM jedoch bei der Bürosuche, auch wenn bisher noch keine Räumlichkeiten gefunden sind, wie es weiter heisst. (Volker Richert)

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