IBM enttäuscht

20. Oktober 2014, 12:59
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Server- und Chipsparte mit Verlust verkauft, aber auch im übrig gebliebenen Geschäft harzt es.

Server- und Chipsparte mit Verlust verkauft, aber auch im übrig gebliebenen Geschäft harzt es.
IBM hat mit seinen heute veröffentlichten Quartalszahlen die Börse enttäuscht. Big Blue ist zwar gerade einige verlustbringende Geschäftsbereiche losgeworden, insbesondere die x86-Serversparte. Letzteres war heute morgen noch ein Gerücht, wurde aber mittlerweile von IBM bestätigt. Die Analysten sind allerdings vor allem ernüchtert, weil der von den übrig gebliebenen Geschäftsteilen erzielte Gewinn deutlich unter ihren Erwartungen lag.
Mit 3,5 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2014 sank der Nettogewinn der weitergeführten Geschäftsteile verglichen mit dem dritten Quartal 2013 laut IBM um 17 Prozent. Der Umsatz schrumpfte um 4 Prozent auf 22,4 Milliarden Dollar.
Wieviel Umsatz die verkauften Geschäftsteile noch machten, berichtete IBM nicht mehr. Insgesamt machten sie laut Big Blue zuletzt einen Jahresumsatz von rund 7 Milliarden Dollar und fuhren dabei einen Verlust von über einer halben Milliarde Dollar ein. IBM musste sie deutlich unter dem bisher verbuchten Wert verkaufen. Im Falle der Chipsparte muss IBM sogar 1,5 Milliarden Dollar bezahlen, damit Globalfoundries die Sparte übernimmt. Zusammen mit den Wertberichtigungen und anderen Kosten senkt dies den Quartalsgewinn um 3,3 Milliarden Dollar, so dass unter dem Strich gerade noch 18 Millionen Dollar übrig bleiben.
Auch in den übrigen Geschäftsteilen ist der Umsatz und der operative Gewinn durchs Band gesunken. Am stärksten betroffen war die Hardwaresparte. Der Umsatz mit Mainframes sank um 35, der Umsatz mit System-x-Servern um 10 und der Umsatz mit Storage um 6 Prozent. Insgesamt machte die Hardwaresparte mit 2,4 Milliarden Dollar Umsatz einen Verlust von knapp 100 Millionen Dollar. (hjm)

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