IBM freuts: OpenOffice.org soll bei Apache landen

3. Juni 2011, 10:21
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Oracle zieht sich zurück, IBM kündigt Unterstützung an. Doch die Zukunft der Open-Source-Bürosuite bleibt offen.

Oracle zieht sich zurück, IBM kündigt Unterstützung an. Doch die Zukunft der Open-Source-Bürosuite bleibt offen.
Für den Datenbankriesen Oracle gehört das Business mit der Open-Source-Bürosuite OpenOffice.org nicht zum kommerziellen Kerngeschäft. Mit dem Kauf von Sun hatte Oracle auch die Kontrolle über OpenOffice.org übernommen, doch die Community war über die Pläne von Oracle gar nicht glücklich, was dazu geführt hat, dass die Abspaltung LibreOffice entstand.
Nun hat Oracle einen weiteren Schritt unternommen, um sich von der quelloffenen Microsoft-Office-Alternative zu verabschieden: Die Code-Basis der Suite wurde an die Apache Software Foundation abgegeben. Apache muss allerdings noch entscheiden, ob man die "Spende" annehmen will. Oracle sieht dies als Bekenntnis für die Open-Source-Community.
Die Document Foundation, die hinter LibreOffice steht, würde eine "Wiedervereinigung" von OpenOffice.org und LibreOffice begrüssen", wie es in einem Blogeintrag heisst.
Künftig wird Oracle also keine Entwickler und keine finanziellen Mittel für OpenOffice.org zur Verfügung stellen, doch die Community hat bereits eine Alternative gefunden: Oracle-Konkurrent IBM hat sich nämlich zu Wort gemeldet: Man werde bei OpenOffice.org eine aktive und unterstützende Rolle übernehmen, sagte der IT-Riese, der im Gegensatz zu Oracle stärker auf Open Source setzt. Konkret sollen Entwickler von IBM die Apache Software Foundation bei der Weiterentwicklung der Bürosuite unterstützen. Zudem wird IBM auch finanzielle Mittel bereitstellen.
IBM nutzt schon seit längerem OpenOffice.org als Basis für das eigene Lotus Symphony. Wie es mit OpenOffice.org weitergehen wird, bleibt zurzeit aber noch offen. (mim)

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