IBM-Ingenieure erfinden ultraschnelle Funktechnologie

6. Februar 2006, 18:09
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Eine Forschergruppe von IBM hat heute in den USA eine neue Technologie für die drahtlose Datenübertragung präsentiert, welche genau so schnell sein soll, wie leitungsgebundene Datenübertragung.

Eine Forschergruppe von IBM hat heute in den USA eine neue Technologie für die drahtlose Datenübertragung präsentiert, welche genau so schnell sein soll, wie leitungsgebundene Datenübertragung. Die Technologie, welche ausserdem die Integration von Sendern, Empfängern und Antennen auf einem einzigen Chip erlauben soll, ist allerdings nur für kurze Übertragungsdistanzen geeignet.
IBM schwebt darum eine Verwendung in "Personal Area Networks" vor. Beispiele wären unter anderem die Übertragung eines unkomprimierten (!) DVD-Signals vom DVD-Player zu einem Bildschirm, die Datensynchronisation zwischen PDA und PC oder der drahtlose Download von Bildern und Videos aus einer Kamera. Die Technologie wäre somit eine wesentlich schnellere Alternative zu Bluetooth. Einige Elektronikhersteller sollen bereits ihr Interesse angemeldet haben.
Die neue IBM-Erfindung beruht auf der Silizium-Germanium-Technologie für Halbleiter. Der verwendete Frequenzbereich bewegt sich zwischen 30 bis 300 GHz, dem Bereich der sogenannten Millimeterwellen mit Wellenlängen von einem bis zehn Millimetern. Zum Vergleich: Die Wellen von UKW-Radio haben eine Wellenlänge von einem bis zehn Metern.
Durch diese kurzen Wellenlängen haben Millimeterwellen ein viel grösseres Potential zur Übertragung von Daten. Das haben natürlich vor IBM auch schon andere bemerkt. Die bisherigen Designs für entsprechende Sender und Empfänger waren aber gemäss IBM zu gross und zu teuer für eine Massenproduktion sein. (hjm)

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