IBM investiert 3 Milliarden in Chip-Technologie

10. Juli 2014, 14:38
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Die Forschung findet zu einem grossen Teil in Rüschlikon statt.

Die Forschung findet zu einem grossen Teil in Rüschlikon statt.
Der Computerriese IBM will mit Milliardeninvestitionen den nächsten Durchbruch in der Chip-Technologie erreichen. Drei Milliarden Dollar will der US-Konzern in den kommenden fünf Jahren in die Chipforschung stecken, wie er am Mittwochabend mitteilte. Ein Grossteil der Forschungsaktivitäten wird dabei bei IBM Research Zürich in Rüschlikon stattfinden, so eine Mitteilung. Hierbei sei besonders das 2011 eröffnete Binnig and Rohrer Nanotechnology Center, das gemeinsam mit der ETH Zürich betrieben wird, von zentraler Bedeutung.
IBM hofft, mit einem Innovationsschub seine schwächelnde Hardware-Sparte wiederzubeleben. Im vergangenen Jahr hatte IBM konzernweit sechs Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben. In einer Woche will der Konzern seine Bilanz des zweiten Quartals vorlegen. Im ersten Quartal war der Umsatz der Hardware-Sparte um 23 Prozent eingebrochen.
IBM setzt auf kleinere und effizientere Computer-Prozessoren. Dabei erforscht der Konzern neue Materialien zur Chipherstellung wie Nanoröhren aus Kohlenstoff, die stabiler und hitzebeständiger als die derzeit genutzten Werkstoffe sein und schnellere Verbindungen ermöglichen sollen. "Die Botschaft an unsere Investoren ist, dass wir an diesen Bereich glauben", sagte Tom Rosamilia von IBM. Die bisher gebräuchlichen Siliziumchips bieten nach Meinung von IBM keine grossen Entwicklungsmöglichkeiten mehr. Die Amerikaner sind die einzige grosse Firma, die in die Carbonchip-Forschung investiert. (lvb/sda)

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