IBM: Kein Stellenabbau wegen Axa-Insourcing

13. Oktober 2008, 15:56
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Axa Winterthur holt Informatik (teilweise) zurück. IBM-Rechenzentrum in Winterthur bleibt aber bestehen. Outsourcing-Vertrag zwischen Axa und IBM "angepasst". Schweigen über die Kosten.

Axa Winterthur holt Informatik (teilweise) zurück. IBM-Rechenzentrum in Winterthur bleibt aber bestehen. Outsourcing-Vertrag zwischen Axa und IBM "angepasst". Schweigen über die Kosten.
Wie die Thalwiler Channel-Zeitschrift 'IT Reseller' letzte Woche berichtete, holt der Versicherungskonzern Axa Winterthur die Informatik in die eigene IT-Tochter Axa Technology Services zurück. Axa werde auch den Betrieb des Grossrechners und der Unix-Server in Winterthur wieder selbst übernehmen und habe deshalb den Outsourcing-Vertrag mit IBM per April 2009 gekündigt, so das Blatt. Dieser war im April 2006 für 10 Jahren mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen Franken abgeschlossen worden.
Auf unsere Frage, was denn der frühzeitige Ausstieg aus dem ungewöhnlich langfristigen Vertrag gekostet hat, bekamen wir eine erstaunliche Antwort. Axa-Sprecherin Marion Schihin: "Der Outsourcing-Vertrag mit der IBM bleibt bestehen. Der von der ehemaligen Winterthur übernommene Vertrag wird mit bestehenden, globalen AXA-Verträgen in Einklang gebracht." Weder IBM noch Axa Winterthur wollten uns über allfällige Kostenfolgen Auskunft geben.
Zudem betreibt Axa Tech das zentrale Rechenzentrum an der Paulstrasse nicht nur für Axa Winterthur, sondern auch für die Ländergesellschaften des Versicherungskonzerns in Grossbritannien und einigen Ländern Osteuropas. So werden in diesem Zusammenhang rund 2000 dezentrale Server aus Grossbritannien nach Winterthur gezügelt.
IBM: Kein Stellenabbau in Winterthur
Wie IBM-Sprecherin Susan Orozco auf Anfrage sagt, wird die Auflösung des Outsourcing-Vertrags mit Axa Winterthur zu keinem Stellenabbau im IBM-Rechenzentrum in Winterthur führen. IBM werde - mit Ausnahme der Verantwortung für den Betrieb der Server - weiterhin Dienstleistungen für Axa erbringen und Hard- und Software liefern, so Orozco.
IBM betreibt im gleichen Gebäude wie Axa ein Rechenzentrum mit Infrastruktur und Applikationen für weitere Kunden. Das RZ werde "ein strategischer Standort auch in Zukunft bleiben", so die IBM-Sprecherin. Zudem könnten die IBM-Leute in Winterthur "im Rahmen unseres weltweiten Delivery Modells andersweitig und auch über Ländergrenzen hinweg eingesetzt werden."
Weiter wurde bekannt, dass Axa Winterthur rund 8000 PCs und Notebooks von Windows 2000 auf Windows Vista migrieren wird. (Christoph Hugenschmidt)

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