IBM lanciert Linux-Maschine und geht auf Oracle los

31. Juli 2013, 13:41
  • rechenzentrum
  • ibm
  • linux
  • software
  • oracle
  • lizenz
image

Der Highend-Server PowerLinux 7R4 soll die Analyse grosser Datenmengen erleichtern. Partnerschaft mit EnterpriseDB als Alternative zu Oracle.

Der Highend-Server PowerLinux 7R4 soll die Analyse grosser Datenmengen erleichtern. Partnerschaft mit EnterpriseDB als Alternative zu Oracle.
IBM hat ein neues Linux-basiertes System für den Highend-Markt lanciert: Das auf Big Data Analytics und Cloud Computing ausgerichtete PowerLinux 7R4 mit integrierten Virtualisierungsfunktionen. Der 7R4 ist die Linux-only-Version des Power 750 Servers. Das ist jene Maschine, die auch als Grundlage für den IBM-Supercomputer Watson dient.
IBM bietet damit für Kunden, die sich auf eine Linux-Umgebung konzentrieren, drei PowerLinux-Server an. Für Kunden, die Linux-Anwendungen neben ihren bestehenden AIX- oder IBM i Daten und Workloads laufen lassen wollen, bietet IBM die Virtualisierungs-Tools.
Linux ist im Highend-Bereich nicht mehr wegzudenken. IBM erlebt nach Aussagen von Doug Balog, General Manager für IBM Power Systems, eine wachsende Nachfrage nach Hardware-Systemen, um unternehmenskritische und komplexe Cloud-und Big-Data-Workloads in einer offenen Umgebung zu bearbeiten. IBM investiere daher in neue Produkte, Anwendungen und Partnerschaften.
Oracle-Alternative
Eine dieser Partnerschaften ist IBM mit dem Softwarehersteller EnterpriseDB eingegangen. Dessen PostgreSQL-basierte Datenbank ist jetzt auf jedem Power Systems Server mit Linux erhältlich. Das Ziel ist klar: Kunden sollen ihre teure Oracle-Datenbanken ersetzen. "Das Wechseln der Datenbanken ist seit jeher aufgrund der begrenzten Anwendungskompatibilität und des Mangels an umfassenden Migrations-Tools und Ressourcen teuer und riskant. EnterpriseDB Postgres Plus Advanced Server auf Basis on IBM Power Systems greift dieses Problem durch die Bereitstellung umfangreicher Oracle Kompatibilitäts-, Funktionalitäts- und Migrations-Tools auf, die erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen können und gleichzeitig viele Oracle-basierte Anwendungen nahezu unverändert laufen lassen", sagt Tom Kincaid, Vice President Products und Engineering bei EnterpriseDB.
Eine Lizenz für die Enterprise-Edition von Oracle kostet 50'000 Dollar pro Prozessor. EnterpriseDB bietet seine Produkte nur als Jahresmiete an - die Preise beginnen ab 5'000 Dollar pro Socket. Alternativ bietet IBM den Kunden auch weiterhin die Linux-Version der eigenen Datenbanklösung DB2 an. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

OVHcloud bekommt 200 Millionen Euro für neue RZs

Erstmals gewährt die Europäische Investitionsbank ein Darlehen im Cloud-Sektor. OVH will damit in Europa expandieren, und IDC anerkennt das Unternehmen neu als Hyperscaler.

publiziert am 28.11.2022
image

Bei Infopro laufen erste Systeme nach Cyber­angriff wieder

Der Berner IT-Dienstleister kann erste Systeme wieder hochfahren und hofft, im Verlauf dieser Woche zum Normal­betrieb zurückkehren zu können.

publiziert am 28.11.2022
image

Genfer Kantonalbank gewinnt erneut im Rechtsstreit gegen IBM

Im jahrelangen Gezanke um einen IT-Vertrag hat die BCGE die nächste Hürde genommen. Nun kann nur noch das Bundesgericht IBM vor der Zahlung von 46,8 Millionen bewahren.

publiziert am 25.11.2022
image

Cyberangriff auf Infopro trifft auch Gemeinde Messen

Die Solothurner Gemeinde musste ihre Services nach einem Angriff herunterfahren. Derzeit kommuniziert sie über eine provisorische GMX-E-Mail-Adresse.

publiziert am 25.11.2022