IBM lanciert Manager für alle Clouds

16. Oktober 2018, 15:35
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Das Managen von Clouds aller Art soll nicht mehr proprietär an einzelne Hersteller gebunden funktionieren.

Das Managen von Clouds aller Art soll nicht mehr proprietär an einzelne Hersteller gebunden funktionieren. Das jedenfalls verspricht IBM mit seinem Multicloud-Manager, der in diesem Monat lanciert wurde. Er sei zwar für die hauseigenen Cloud konzipiert worden, basiere aber auf Kubernetes zur Container-Orchestrierung. So erlaube der gewählte Open-Source-Ansatz Anwendungen unterschiedlichster Cloud-Umgebungen – von On-Premise bis zur Public Cloud – zu integrieren. Konkret genannt werden die Clouds von Anbietern wie Amazon, Red Hat und Microsoft.
Neben diesen breiten Einbindungsmöglichkeiten nennt IBM das Dashboard des Multicloud Manager als zentrales Element, das "Herzstück" der Lösung. Denn darüber könnten tausende von Kubernetes-Anwendungen und grosse Datenmengen zentral verwaltet werden, wobei es egal sei, wo sie sich befinden.
Neu sind aber auch IBMs offene Plattformen für KI und Security. Beide versprechen ebenfalls "Barrierefreiheit" und sollen die Grenzen proprietärer Plattformen sprengen sollen. So ist "AI OpenScale" laut IBM die erste Plattform seiner Art für die Entwicklung und den Betrieb einer KI, die unabhängig davon ist, wo und wie sie entwickelt wurde und wo sie läuft. Zwar werde die eigene Watson-Technologie genutzt, es seien aber eben auch KI-Tools von Tensorflow, Keras, SparkML, Seldon, AWS SageMaker, AzureML und anderen Anbietern integrierbar, schreibt IBM.
Kaum weniger offen versteht IBM seine ebenfalls nun gelaunchte Plattform Security Connect. Sie wird als Cloud-basierte "Community Platform for Cyber Security Applications" vorgestellt. IBM spricht von einem Ökosystem von Sicherheitsanbietern, Kunden und Geschäftspartnern, die gemeinsam die Effizienz und Zusammenarbeit bei der Abwehr von Cyberkriminalität verbessern. (vri)

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