IBM lanciert neue Speichertechnologie

13. Mai 2014, 06:35
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IBM preist "Elastic Storage" als einen "Game-Changer" an. Das sogenannte "Software Defined Storage" soll die Kosten massiv senken, unbegrenzte Kapazitäten ermöglichen und auch noch die Zugriffszeiten verkürzen.

IBM preist "Elastic Storage" als einen "Game-Changer" an. Das sogenannte "Software Defined Storage" soll die Kosten massiv senken, unbegrenzte Kapazitäten ermöglichen und auch noch die Zugriffszeiten verkürzen.
Laut "Big Blue" adressiert "Elastic Storage" die stark wachsende Menge an Daten jeglicher Art, die so nicht nur verwaltet, sondern auch effektiver ausgewertet und genutzt werden können. Woher die Daten stammen, ob aus Geräten, Sensoren, Geschäftsprozessen oder sozialen Netzwerken, soll keine Rolle mehr spielen. Allerdings fokussiert die Speichersoftware vor allem datenintensive Anwendungen, die einen Hochgeschwindigkeitszugang zu den enormen Datenvolumina erfordern. Beispiele dafür seien Seismik, Risikomanagement, Finanzanalysen, Wettervorhersagen oder allgemein wissenschaftliche Forschungen, so IBM.
Hinter Software-Defined-Storage stehe eine Reihe von Funktionalitäten, die Daten automatisch lokal und global verarbeiten. Mit ihnen sollen ein schneller Zugang, einfachere Verwaltung und die Möglichkeit, technische Infrastrukturen schneller und kosteneffizienter als bisher zu skalieren, realisiert werden. Ausserdem setze man auf "fast jedes vorhandene Speichersystem auf", um automatisiert und virtualisiert zu speichern. Ziel ist, verschiedenen Systemen und Anwendungen einen Zugang zu gemeinsamen Speicherpools zu gewähren. Dabei werden weder Anwendungen modifiziert, noch ist zusätzliche Speichermanagementsoftware nötig.
Ein "Kind" von Watson
Das macht verständlich, warum auch Elastic Storage ein Resultat des Watson-Systems ist, das 2011 in der Quizshow Jeopardy zum Einsatz kam. Damals konnte Watson durch den Einsatz von Elastic Storage fünf TByte Daten der Watson-Wissensbasis in wenigen Minuten in den Speicher des Computers laden. IBM-Forschungen sollen inzwischen nachgewiesen haben, dass Elastic Storage zehn Milliarden Dateien auf einem einzigen Cluster in nur 43 Minuten durchsuchen kann.
Im Kern ruht Elastic Storage auf der Global-File-System-Software von "Big Blue" und umfasst eine Online-Speicherverwaltung, skalierbaren Zugang und integrierte Data-Governance-Werkzeuge, die riesige Mengen an Daten und Dateien managen können. Zentral sei dabei die Fähigkeit, so IBM, Daten automatisch und intelligent auf das geeignetste, wirtschaftlichste System zu speichern, das zur Verfügung steht. Durch richtliniengesteuerte Funktionen und Echtzeitanalyse könnte man zum Beispiel selten verwendete Daten auf ein kostengünstiges Bandlaufwerk übertragen und was häufiger genutzt werde, lasse sich auf Flash-Systemen ablegen.
In Spitzenfällen sollen sich bis zu 90 Prozent der speicherbezogenen Kosten einsparen lassen, so IBM. Und dabei liefe mit Elastic Storage alles auch verschlüsselt und mit ausgefeilter Löschfunktion, so dass Daten nicht missbräuchlich auffindbar seien und regulatorische Vorgaben erfüllt würden. (vri)

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