IBM: Leistungssprung bei Unix-Servern

22. Mai 2007, 09:32
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4,7 GHz: Die "Power6"-Chipgeneration, ab sofort in den neuen p 570-Servern erhältlich, soll doppelt so viel Leistung bringen, wie ihre Vorgänger.

4,7 GHz: Die "Power6"-Chipgeneration, ab sofort in den neuen p 570-Servern erhältlich, soll doppelt so viel Leistung bringen, wie ihre Vorgänger.
IBM hat gestern Abend offiziell die "Power6"-Chipgeneration lanciert. Big Blue nimmt für sich in Anspruch, damit den "schnellsten Mikroprozessor, der bisher je gebaut wurde" auf dem Markt zu haben. Die Nachfolger der "Power5"-Chips sollen doppelt so schnell sein wie ihre Vorgänger – und dreimal so schnell wie zum Beispiel die neusten von HP in seinen Unix-Servern verwendeten Itanium-Chips - und dabei nur wenig mehr Strom verbrauchen, als die Power5-Chips. Gemäss IBM belegen die Power6-CPUs gegenwärtig die Spüitzenpositionen in den vier wichtigsten Leistunfgs-Benchmarks (Specint, Specfp, SpecJBB und TPC-C).
Die neuen CPUs weisen je zwei Prozessorkerne auf und sind mit 4,7 Gigahertz getaktet. Die Prozessorkarten sind mit 8 MB Level2- und 32 MB Level3-Cache ausgerüstet.
Die Power6-CPUs bilden die Basis der ebenfalls neuen Serverfamilie "System p 570", welche von IBM als grosse "Konsolidierungsserver" im Midrange propagiert werden, auf denen jeweils viele virtuelle Server betrieben werden könnten. Big Blue rechnet zum Beispiel vor, dass Kunden bis zu 30 SunFire v890-Maschinen auf einen Rack eines neuen p 570-Systems konsolidieren könnte.
Die p 570-Server können mit bis zu acht Power6-CPUs beziehungsweise mit 2 bis 16 Prozessorkernen ausgerüstet werden. Sie unterstützen, je nach der Geschwindigkeit des Memory, bis zu 768 GB RAM pro System. Eines der wichtigsten Features der neuen IBM-Server ist die "Power6 Live Partition Mobility function": Diese Technologie, die gegenwärtig allerdings noch im Betastadium ist, soll es ermöglichen, virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb ohne Beeinträchtigung der Verfügbarkeit von einem physischen Unix-Server auf einen anderen zu verlegen. (Hans Jörg Maron)

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