IBM Schweiz: "Viel Drive" hinter SOA- und Software-Partnerinitiativen

16. März 2006, 15:57
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"Innovation that matters": IBMs Roger Müller erklärte inside-channels.ch, welche neuen Partnerinitiativen von IBM für die Schweiz die relevantesten sind.

"Innovation that matters": IBMs Roger Müller erklärte inside-channels.ch, welche neuen Partnerinitiativen von IBM für die Schweiz die Relevantesten sind.
IBM hat sich einen neuen Wahlspruch zugelegt: In nächster Zeit soll, wie Big Blue seinen Partner an der gestern zu Ende gegangenen grossen Partnerveranstaltung "PartnerWorld" in Las Vegas verkündete, eine unter dem Slogan "Innovation that matters" laufende Kampagne den etwas überstrapazierten Begriff "On demand" ablösen. Dies soll vor allem eine stärkere Fokussierung auf konkrete Lösungen statt der eher abstrakten "On Demand"-Idee (die natürlich weiterhin im Hintergrund steht) andeuten.
Big Blue hat an der PartnerWorld naturgemäss auch eine ganze Reihe von Ankündigungen zu neuen Partnerinitiativen gemacht, darunter neue Service-Pakete zum Wiederverkauf, über die wir bereits berichteten.
Ob und in welcher Form diese angekündigten Initiativen dann aber jeweils in den einzelnen Regionen und Ländern umgesetzt werden, zeigt sich naturgemäss erst im Laufe der Zeit. Roger Müller, Leiter des Bereichs Software bei IBM Schweiz, hat die beiden seiner Meinung nach für die Schweiz wichtigsten Initiativen identifiziert: Die neue SOA-Initiative sowie das neue "Software Value Incentive" (SVI)-Programm. An diese beiden Initiativen, so Müller, werde man bei IBM Schweiz mit viel "Drive" herangehen.
SOA für mittelgrosse Unternehmen
Das Konzept der "Serviceorientierten Architekturen" (SOA) liegt gegenwärtig bei Grossunternehmen stark im Trend. Nun ist die Zeit reif, so glaubt IBM, SOA auch bei mittelgrossen Unternehmen ins Gespräch zu bringen und den Partnern dabei zu helfen, solche Projekte aufzugleisen.
Dazu gehört die Schaffung einer neuen Spezialisierungsrichtung für SOA innerhalb des PartnerWorld-Partnerprogramms sowie neue Tools und Software.
Die SOA-Spezialisierung soll Partnern, die an dem Geschäft interessiert sind, einen "Fahrplan" aufzeigen, wie sie sich die nötigen technischen Skills zulegen können, um am SOA-Geschäft zu partizipieren. Wer sich dafür entscheidet, soll beim erreichen bestimmter Schlüsselziele ausserdem auch von Marketing- und Verkaufsunterstützung pürofitieren. Dazu gehören "SOA Connection"-Events, bei denen man sich direkt mit SOA-Sales-Spezialisten von IBM austauschen kann, sowie Zustüpfe für Printwerbung und Telemarketing.
Das wichtigste neue Tool für Partner dürfte "SOA Business Central" werden, eine Online-Ressourcensammlung zum Thema SOA. Wenn "SOA Business Central" komplett ist, soll die Sammlung gemäss IBM mehr als 3000 Industriespezifische Ressourcen und Services, Softwarecode, Patente, Anleitungen für best Practices usw. enthalten.
Im Rahmen von "Business Central" soll auch die kommende "WebSphere Service Registry and Repository for SOA Governance" bereitgestellt werden, ein zentrales Register für SOA-konforme Softwareservices.
Im Bereich Software bringt IBM unter anderem vier neue "Solution Starting Points" (SSPs) heraus. Diese sollen es IBM-Partnern ermöglichen, wiederverwendbare SOA-konforme Lösungen für bestimmte Business-Probleme zu entwickeln. Die vier SSPs sind der "Rapid Application Infrastructure SSP", "Collaborative Workplace SSP", sowie der "Synchronize Applications and Data SSP".
Bis zu 40% Marge für Softwarereseller
Im Rahmen des neuen "Software Value Incentive" (SVI)-Programms sollen IBM-Partner bis zu 40% des Umsatzes mit verkauften IBM-Produkten für sich beanspruchen können – gemäss IBM wesentlich mehr, als Big Blue selbst oder die Konkurrenz bisher bieten konnten. Dies soll dabei nicht nur für Softwarehersteller gelten, sondern auch für alle Systemintegratoren, und andere Reseller, die IBMs Middleware-Produkte verkaufen.
Das Programm soll im Gegensatz zum bisherigen Approach Partner nicht erst hauptsächlich dafür belohnen, dass er einen Auftrag ausführt. Nun sollen auch die Aktivitäten in früheren Stadien eines Verkaufsprozesses, zum Beispiel zur Identifikation von Geschäftsgelegenheiten und beim Abschluss eines Deals vergütet werden (Auch unabhängig davon, ob man bei der eigentlichen Implementation eines Projektes noch dabei ist). (Hans Jörg Maron)

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