IBM: Traum-Marge trotz Krise

21. April 2009, 09:16
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Umsatz sinkt um 11 Prozent, Reingewinn stagniert. Doch die Marge bleibt top.

Umsatz sinkt um 11 Prozent, Reingewinn stagniert. Doch die Marge bleibt top.
IBM bleibt auch in der Krise profitabel. Zwar musste "Big Blue" im ersten Geschäftsquartal einen Rückgang des Umsatzes um 11 Prozent auf 21,71 Milliarden Dollar hinnehmen, der Nettogewinn sank im Jahresvergleich aber nur um 1 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Das hat mit dem Fokus auf Software und Services zu tun. In diesem Bereich kann IBM mit grösseren Margen operieren, als beim Verkauf von Hardware. Laut Finanzchef Mark Loughridge ist es das achtzehnte Quartal der letzten neunzehn, in dem IBM die Bruttogewinnmarge verbessern konnte. Sie wuchs im Q1 um 1,9 Punkte auf 43,4 Prozent.
Die Verkäufe lassen sich aber in der Rezession nicht hinzaubern. IBM erlitt aufgrund der globalen Krise in allen geographischen Regionen einen Umsatzrückgang. In Amerika sanken die Umsätze um 7 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar (währungsbereinigt um 3 Prozent), und in EMEA (Europa Naher Osten, Afrika) gar um 18 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar (währungsbereinigt allerdings auch nur um 3 Prozent). In Asien-Pazifik schrumpften die Umsätze um 6 bzw. 3 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar.
Der Hardware-Umsatz sank um 23 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Das Geschäft mit Services ging um 10 Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar zurück, jenes mit Software um 6 Prozent auf 4,5 Milliarden.
Überrascht von Sun-Übernahme
IBM wollte sich nicht explizit zum gestern überraschend bekannt gewordenen Deal zwischen Oracle und Sun äussern. CFO Loughridge sagte nur, IBM könne es gut mit Oracle-Sun aufnehmen. Laut dem 'Wall Street Journal' wurde IBM von dieser Nachricht aus heiterem Himmel getroffen. Das Unternehmen hatte laut Medienberichten intensiv mit Sun über einen Kauf verhandelt. IBM und Sun haben dies allerdings nie offiziell bestätigt. (mim)

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