IBM übernimmt Datenmigrationsspezialist Softek

30. Januar 2007, 10:45
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Ein weiteres Puzzlestück für IBMs neue Servicepakete.

Ein weiteres Puzzlestück für IBMs neue Servicepakete.
IBM hat sich dazu entschlossen, den Softwarehersteller Softek zu übernehmen. Der entsprechende Vertrag mit den Eigentümern von Softek wurde unterschrieben, und der Deal soll, wenn alle Genehmigungen unter Dach und Fach sind, bis Ende März abgeschlossen werden. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.
Softek wurde im Jahr 2000 als Tochterfirma von Amdahl gegründet und 2004 unabhängig. Das Unternehmen ist auf Software und Services im Zusammenhang mit der Migration von Daten spezialisiert. Softeks "Transparent Data Migration Facility" ermöglicht es gemäss IBM Daten ohne Betriebsunterbruch zwischen den Plattformen von verschiedenen Storage-Herstellern und zwischen verschiedenen Betriebssystemumgebungen zu migrieren. Applikationen und Daten können also den Anwendern zur Verfügung gestellt werden, auch während man eine Änderung an der Infrastruktur vornimmt. Zu den Softek-Kunden gehören unter anderem British Telecom, KeyCorp und die Lufthansa und gemäss Softek-Angaben insgesamt über die Hälfte der 1000 grössten Unternehmen der Welt.
IBM war schon seit Jahren ein Consulting- und Implementationspartner von Softek. Nun wird das Unternehmen in die "Storage and Data Services"-Abteilung von IBM Global Technology Services integriert. Der bisherige CEO Steven Murphy wird, wie IBM-Vertreter in einem Pressegespräch erklärten, als "Vice President of Data Mobility Solutions" mit zu IBM wechseln. Murphy hofft, dass auch die überwiegende Mehrheit der gegenwärtig 143 Angestellten zu IBM mitgehen wird.
Wie IBM erklärt, sei die Übernahme von Softek ein weiterer Schritt im Rahmen der neuen Strategie, zunehmend Software, Hardware und Services zu standardisierten Servicepaketen zusammenzuschmelzen. (IBM wird aber die Softek-Lösungen auch weiterhin auch als Einzelprodukte verkaufen.)
Val Rahmani, General Manager für Infrastructure Management Services bei IBM Global Services, verglich den Softek-Kauf im Konferenzgespräch am Montag mit der Übernahme von ISS im letzten September. Mit ISS habe IBM eine vermehrte Präsenz im Markt für Managed Security Services und die Fähigkeit, vollständige Security-Service-Pakete zu schnüren, gewonnen. Ähnliches beabsichtige IBM nun im Storage-Bereich, wo man auf Basis von Softek-Technologie und Best Practices ein komplettes "Data Mobility"-Paket anbieten wolle. (Hans Jörg Maron)

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