IBM und Kanton Solothurn im Streit

9. September 2009, 09:29
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Grundbuchsoftware ISOV von IBM kann offenbar nicht rechtzeitig geliefert werden. Der Kanton Solothurn will nun den Vertrag kündigen. Auch weitere Kantone sollen betroffen sein.

Grundbuchsoftware ISOV von IBM kann offenbar nicht rechtzeitig geliefert werden. Der Kanton Solothurn will nun den Vertrag kündigen. Auch weitere Kantone sollen betroffen sein.
Laut einem Bericht des 'Solothurner Tagblatts' befindet sich der Kanton Solothurn im Clinch mit IBM. Grund dafür ist eine Grundbuchsoftware namens ISOV ("Informations-System für Öffentliche Verwaltungen). Weil IBM die Software offenbar nicht pünktlich liefern konnte, will der Kanton den Vertrag kündigen.
Eine neue Version der Software hätte offenbar im Mai 2008 geliefert werden sollen, IBM sei mit dem Update jedoch rund zwei Jahre im Verzug, berichtet die Zeitung. Deshalb möchte der Kanton Solothurn nun vom Vertrag zurücktreten. Sowohl IBM als auch der Kanton stellen offenbar Schadenersatzforderungen.
Kein Kommentar
IBM-Sprecherin Susan Orozco wollte sich gegenüber inside-it.ch nicht zu dem Fall äussern. Auf der Homepage von IBM Global Services gibt es einige Informationen zu den Verwaltungslösungen von IBM. So wird ISOV auch als Steuerlösung, Registerlösung und Datenaustauschplattform eingesetzt. Als Referenzen für die ISOV-Grundbuchlösung werden die Kantone Luzern, Schaffhausen, Solothurn, Zug und die Stadt Chur genannt.
Das 'Solothurner Tagblatt' schreibt, dass neben dem Kanton Solothurn auch die Kantone Luzern, Schaffhausen und Zürich sowie die Stadt Chur in den "sich anbahnenden Rechtsstreit" involviert sind. Es bleibt unklar, ob auch die anderen Verwaltungen ihre Verträge kündigen wollen. (Maurizio Minetti)

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