IBM und Lenovo planen Joint Venture für PCs

7. Dezember 2004, 08:19
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Tatsächlich: Die Chinesen übernehmen den grössten Teil von IBMs PC-Geschäft.

Die Berichte der New York Times waren wahr. (Eine offizielle Bestätigung steht aber noch aus). IBM hat tatsächlich mit dem chinesischen PC-Hersteller Lenovo über die Zukunft des PC-Breichs von Big Blue verhandelt. Was nun ausgehandelt wurde, ist ein Joint Venture, bei dem die Chinesen die Mehrheit halten würden, wie Teilnehmer an den Verhandlungen gegnüber US-Medien ausgesagt haben. IBMs Anteil soll tief genug sein, dass Gewinn oder Verlust des Joint Ventures nicht direkt in der IBM-Bilanz erscheinen würde.
Lenovo wird IBM bis zu zwei Milliarden Dollar in Cash zahlen. IBMs PC-Bereich hat einen Jahresumsatz von rund 10 Milliarden Dollar. Der Deal muss aber erst noch formell besiegelt werden.
Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, könnte das Unternehmen sein Hauptquartier in Raleigh in North Carolina aufschlagen. Etwa 2500 IBM-Angestellte könnten zur neuen Firma wechseln.
Für IBM verringert sich durch die Vereinbarung mit Lenovo das Risiko im PC-Geschäft drastisch, trotzdem kann Big Blue weiterhin "eigene" PCs im Angebot behalten und zum Beispiel auch bei der Finanzierung von Grossprojekten verdienen. Lenovo auf der anderen Seite erhält auf einen Schlag eine starke Präsenz auch ausserhalb Chinas. (hjm)

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