IBM will den PC aus dem Server werfen

2. März 2010, 15:54
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"Putting the PC out of the Server": Neue Generation der x86-Serverfamilie von IBM soll Standard-Server-Architektur neu definieren.

"Putting the PC out of the Server": Neue Generation der x86-Serverfamilie von IBM soll Standard-Server-Architektur neu definieren.
IBM hat heute anlässlich der CeBIT in Hannover die neue Generation seiner x86-Serverfamilie angekündigt. Unter dem Motto "Putting the PC out of the Server" sollen die neuen "eX5"-Server, wie IBM vollmundig erklärt, "die bisherigen technischen Barrieren im x86-Serverumfeld überwinden".
Die von IBM propagierte Architekturrevolution liegt beim Arbeitsspeicher. Erstens kann die neue IBM-Familie insgesamt mit deutlich mehr Arbeitsspeicher ausgerüstet werden, als bisherige Modelle – gemäss IBM werden letzlich bis zu 1,5 Terabyte möglich sein. Und zudem muss zumindest ein Teil des Arbeitsspeichers nicht mehr intern im Server selbst untergebracht werden – der Serverspeicher kann dadurch durch das Anbringen einer "Zusatzschublade" aufgerüstet werden, ohne dass er geöffnet werden muss.
IBM hat vorerst drei Modelle der eX5-Familie angekündigt, zwei Rackmodelle und einen Bladeserver für IBMs BladeCenter-System. Das vier CPU-Rackmodell fasst bis zu 64 und das 2-CPU-Modell bis zu 32 DIMM-Speichermodule. Das dazugehörige "MAX5"-Speichermodul bietet zusätzlich 32 Slots für DIMMs, so dass die Server auf bis zu 96 bzw. 64 DIMMs hochgerüstet werden können. Der 2-CPU-Blade-Server bietet intern bis zu 16 DIMMs und zusätzlich 24 DIMMs im externen MAX5-Modul.
Seit den ersten PCs der 80er-Jahre sitzt das RAM traditionellerweise zusammen mit den CPUs auf dem Motherboard, und diese Architektur wurde an die Server vererbt, zu denen sich die PCs weiterentwickelten. Die Entkoppelung von CPU und RAM und die gesonderte Skalierbarkeit bringt aber neue Möglichkeiten, die spezifisch für die Arbeitslasten von Servern nützlich sein sollen.
Insbesondere Datenbanken und virtualisierte Server sind äusserst speicherhungrig. Die neuen Server bieten gemäss IBM mit ihren grossen Arbeitsspeichern zusammen mit den neuen CPUs sowie neuen, optionalen Flash-Speicherdisks eine stark erhöhte Datenbankperformance oder erlauben den Betrieb von entweder grösseren oder mehr virtuellen Maschinen pro CPU beziehungsweise CPU-Kern. Da die Software oft pro CPU bezahlt wird, hat dies entsprechende Auswirkungen auf die Lizenzkosten. So soll das neue Zwei-CPU-Modell gemäss IBM nun stark genug sein, um eine SQL-Server-2008-Datenbank für 1000 User zu betreiben, was bisher vier-CPU-Modellen vorbehalten ist.
Die ersten Modelle der neuen IBM-Serverfamilie sollen ab März erhältlich werden, und weitere im Laufe des Jahres folgen. (hjm)
(Foto: IBM. Oben die drei angekündigten eX5-Servermodelle, unten ein "Max5 Memory Drawer".)

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