IBM will Stellenabbau beschleunigen

19. April 2013, 13:06
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IBMs jüngste Geschäftszahlen enttäuschen die Börse. Nun will der Riesenkonzern den geplanten Stellenabbau beschleunigen. Hardware-Business schrumpft.

IBMs jüngste Geschäftszahlen enttäuschen die Börse. Nun will der Riesenkonzern den geplanten Stellenabbau beschleunigen. Hardware-Business schrumpft.
IBM hat gestern Abend die Zahlen des abgelaufenen 1. Geschäftsquartals veröffentlicht. Die Börse reagierte unfroh, denn der eigentlich zuverlässige Dividendenlieferant hat die gesteckten Ziele etwas verfehlt. IBM setzte total 23,4 Milliarden Dollar um und machte in den ersten drei Monaten des Jahres einen Reingewinn von drei Milliarden. Der Umsatz des Riesen ist damit um fünf Prozent gesunken, der Gewinn kommte im Vergleich zum Vorjahr praktisch gehalten werden, war aber etwas geringer als erwartet.
Während IBM die Gewinnmargen im Service- und im Software-Business steigern konnte, rutschte das Hardware-Geschäft massiv in die roten Zahlen. IBM setzte mit "Systems and Technology" 3,1 Milliarden Dollar um und verlor über 400 Millionen Dollar. Der Hardware-Umsatz von Big Blue ist damit gegenüber dem Vorjahr um über 17 Prozent gesunken.
Die Börse reagierte harsch und das IBM-Management beeilte sich, Korrekturmassnahmen anzukündigen. Man werde nun den geplanten Stellenabbau schneller durchziehen als ursprünglich geplant, sagte Finanzchef Mark Loughridge. Er sagte zwar nicht, wieviele Mitarbeitende IBM auf die Strasse stellen wolle, meinte aber, man müsse mit Restrukturierungskosten von etwa einer Milliarde Dollar rechnen.
Zudem will IBM offenbar aus dem besonders margenschwachen Business mit Standard-Servern, die auf der x86-Architektur aufbauen, aussteigen und dieses Geschäftsfeld an Lenovo verkaufen. IBM wird damit selbst nur noch Maschinen verkaufen, bei denen man mit den "Power"-Prozessoren eigene Technologie besitzt und mehr verdient. Behalten wird IBM wohl auch die neuen "PureSystems". In diesen sind Storage, Server, Netzwerkkomponenten sowie Management- und Virtualisierungssoftware integriert. Und natürlich wird Big Blue am hochprofitablen Geschäft mit den Grossrechnern der "z"-Familie festhalten.
In der Schweiz hat IBM mit der Zusammenlegung eines Teils des Managements in der DACH-Region bereits eine erste Sparrunde durchgeführt. (Christoph Hugenschmidt)

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