IBMs KMU-All-in-One-Server soll Reseller-tauglich sein

22. Januar 2008, 17:05
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'Big Blue' plant ein für KMU geeignetes Server-Software-Paket, das mit Online-Services gekoppelt werden soll. Vertrieb über IBM-Reseller, die auch eigene Produkte integrieren können.

'Big Blue' plant ein für KMU geeignetes Server-Software-Paket, das mit Online-Services gekoppelt werden soll. Vertrieb über IBM-Reseller, die auch eigene Produkte integrieren können.
Gestern Abend zeigte IBM an der Hausveranstaltung 'Lotusphere' mehr Details zum geplanten KMU-Server namens "Lotus Foundations". Das Software-Paket soll lokal installiert werden und enthält den Domino Server (Mail, Kalender, IM), einen Fileserver, ein Directory, Firewall, Backup-Werkzeuge sowie die hauseigene Office-Suite. Die Verwaltung der User soll für Anwender besonders einfach sein.
Zusätzlich sollen IBM-Partner das Paket mit eigener Software, beispielsweise einer Business-Lösung, ergänzen und gebündelt verkaufen können.
Doch 'Big Blue' plant noch mehr. Unter dem Namen "Bluehouse" sollen nämlich noch zusätzliche Online-Dienstleistungen angeboten werden. IBM bleibt ziemlich vage in der Beschreibung dieser Online-Dienste. Es wird offenbar um Share-Point-ähnliche Features gehen. So wird man Kontaktdaten und Files austauschen können, es soll gewisse Projektmanagement-Features geben und man wird chatten und Online-Meetings abhalten können. KMU sollen die Kommunikation mit 'Bluehouse' über ihre Firmengrenzen hinaus ausdehnen können, ohne selbst IT-Wissen aufbauen zu müssen. Die Dienstleistungen werden gemäss IBM zur Zeit von Beta-Kunden ausprobiert und sollen dann im Laufe des Jahrs ausgerollt werden.
IBM sagt in der heutigen Ankündigung übrigens nicht, wie Reseller in den Vertrieb von 'Bluehouse' unter KMU eingebunden werden sollen.
Mit "Foundations" zielt IBM klar auf den riesigen Markt von KMU, die heute fast durchgehend Microsoft-Produkte einsetzen und von Microsoft-Resellern betreut werden. Die Frage ist, ob 'Big Blue' den sehr starken Microsoft-Channel, der nun seit Jahren Know-How und Marktpräsenz aufbaut (z.B. in Sachen Share-Point-Lösungen), in der Wahrnehmung der KMU tatsächlich verdrängen kann. Auch die erstarkende Open-Source-Community stellt fürs IBM-KMU-Geschäft eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz dar. (Christoph Hugenschmidt)

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