ICANN beschliesst neue Domains

20. Juni 2011, 12:11
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Wer genügend Geld springen lässt, kann sich eine eigene Top-Level-Domain posten.

Wer genügend Geld springen lässt, kann sich eine eigene Top-Level-Domain posten.
Die 16 Abgeordneten des Board of Directors der Internetverwaltung ICANN haben in Singapur die neuen Richtlinien abgesegnet, welche den Weg zu neuen Domains ebnen. Damit soll die mögliche Zahl von Domain-Endungen, den so genannten Top-Level-Domains (TLD), massiv erhöht werden. Bisher gibt es neben den länderspezifischen TLDs wie .ch oder .de insgesamt 22 generische TLDs, am bekanntestens dürften .com, .org. oder .net sein.
Menschheit dienen
Neu sollen sich Regierungen, Unternehmen und NGOs um selbstgewählte TLDs bewerben dürfen. Diese können grundsätzlich fast jedes Wort in jeder beliebigen Sprache sein, beispielsweise .europe, .schweiz, .zurich oder vielleicht auch .aussersihl (das Quartier, wo die Redaktion von inside-it.ch angesiedelt ist), aber auch deutlich kommerzieller ausgerichtete Endungen wie .google oder .pepsi sind denkbar.
"ICANN hat das Internet-Namens-System geöffnet für die gesamte menschliche Vorstellungskraft", freute sich ICANN-Präsident und CEO Rod Beckstrom gemäss Mitteilung. "Wir hoffen, dass das der gesamten Menschheit dienen wird."
Bakom warnt
Der Registrierungsprozess wird laut ICANN im kommenden Januar beginnen. Wer sich eine solche neue Domain sichern will, muss sich auf einige Kosten gefasst machen: Eine Bewerbung kostet insgesamt 185'000 US-Dollar. Die neuen TLDs gelten als die grösste Neuerung der Adressen im World Wide Web seit der Einführung des gegenwärtigen Systems vor über einem Vierteljahrhundert.
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) empfiehlt in einer Mitteilung nach dem ICANN-Entscheid Risiken und Chancen, die durch diese neuen generischen Erweiterungen entstehen, genau zu evaluieren, um die geeignete Strategie festzulegen. So müssten sich Unternehmen vor Markenrechtsverletzungen und Cybersquatting schützen. (pk/bt)

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