ICT an Schulen: Lehrer-Dachverband fordert weitere Investitionen

11. Juni 2007, 12:06
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Der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) fordert in einer Resolution, dass für die Ende Juli 2007 auslaufende Bundesinitiative "Public Private Partnership – Schule im Netz" (PPP – SiN) ein Nachfolgeprogramm geschaffen wird.

Der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) fordert in einer Resolution, dass für die Ende Juli 2007 auslaufende Bundesinitiative "Public Private Partnership – Schule im Netz" (PPP – SiN) ein Nachfolgeprogramm geschaffen wird. Die Initiative zur Integration von ICT an den öffentlichen Schulen war im Jahr 2000 von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) ins Leben gerufen und in der Folge vom LCH gemeinsam mit Bund, Kantonen und der Privatwirtschaft geplant und umgesetzt worden.
Der Lehrerverband fordert eine neue Vereinbarung, weil es seiner Meinung nach weitere Investitionen im Bereich Wartung und Erneuerung der Anlagen braucht. Ein nachhaltiger Nutzen für den Unterricht könne nur geschaffen werden, wenn erfolgreiche Projekte weitergeführt und ausgebaut würden. Noch bestünden grosse Ungleichheiten bezüglich Angebot und Qualität der ICT zwischen einzelnen Schulen beziehungsweise zwischen einzelnen Gemeinden oder Kantonen. Die Lehrerschaft brauche weiterhin "dringend die Unterstützung und das Engagement aller bisher beteiligter Akteure Bund, EDK, Kantone, Gemeinden und Privatwirtschaft." Die erzielten Forschritte müssten nachhaltig gesichert werden, um zu vermeiden, dass die Schweiz in diesem Bereich zurückfalle. Mit der Lancierung eines neuen "Impulsprogramms" soll der erreichte Stand der schulischen Integration von ICT gesichert und ausgebaut werden.
Erfolge in der Vergangenheit
Der Verband betont, dass das Engagement der Privatwirtschaft beträchtlich war und immer noch ist. Swisscom sei hervorzuheben, denn das Unternehmen habe den Schulen die nötige Infrastruktur und den Support für die Vernetzung zur Verfügung gestellt. Die Kantone beteiligten sich mit "mehreren hundert Millionen Franken", der Bund mit 35 Millionen Franken an dem Programm.
Dank PPP-SiN konnten laut LCH in den letzten fünf Jahren erhebliche Fortschritte in den Bereichen Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen, IT-Infrastruktur an den Schulen, Vernetzung der Schulen und technischer sowie pädagogischer Support gemacht werden. Tausende von Schulen sind in den letzten Jahren mit PCs ausgerüstet worden und fast alle haben Internet-Zugang. Mehr als 1700 Lehrpersonen haben eine Kaderausbildung absolviert, die sie befähigt, andere Lehrpersonen im Umgang mit ICT an den Schulen weiterzubilden. Über 5000 Lehrpersonen haben Kurse zur Integration von ICT im Unterricht besucht. Zehntausende von Kindern und Jugendlichen profitieren im Schulunterricht von diesen Massnahmen. (mim)

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