ICT-Dachverband befindet Schweizer Digitalisierungs-Manifest für wichtig

25. Januar 2017, 11:15
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Plötzlich umarmen sich alle, welche die Schweiz digitalisieren möchten.

Plötzlich umarmen sich alle, welche die Schweiz digitalisieren möchten. So scheint es zumindest, wenn der ICT-Dachverband ICTswitzerland nach zwei Monaten Prüfung das "Manifest für eine erfolgreiche Digitalisierung der Schweiz" offiziell "begrüsst".
Dieses Manifest wurde unter der Ägide der Standortinitiative Digitalswitzerland von geladenen, so genannten "Digital Shapers" verabschiedet.
Das Manifest, welches man als Kickoff für eine nationale Debatte rund um die Digitalisierung betrachten kann, adressiere wichtige Ideen und Forderungen, so der Dachverband in einer Mitteilung.
Als Gemeinsamkeiten zwischen der ICT-Branche und der branchenübergreifenden Standort-Initiative identifiziert ICTswitzerland die Bildung sowie den "Abbau von bestehenden digitalisierungsfeindlichen Regulierungen".
Zwischen ICTswitzerland und Digitalswitzerland gab es vorher nur inoffizielle Berührungspunkte. Beispielsweise war der abtretende Dachverbandspräsident und Ständerat Ruedi Noser auch im Vorstand von Digitalswitzerland und Vorstandsmitglieder des Dachverbands wurden als "Digital Shapers" in die Manifest-Formulierung einbezogen.
Unter ihnen fanden sich unter anderem Ergon-Gründer Patrick Burkhalter, Google-Schweiz-Chef Patrick Warnking oder auch SVP-Nationalrat und Green-Mitbesitzer Franz Grüter. Allerdings war lange Zeit Economiesuisse der einzige Verband, welcher sich zur Standortinitiative bekannte. Dies warf Fragen über eine allfällige Konkurrenzsituation auf.
Wichtige Stakeholder, welche noch nirgendwo im Dunstkreis der Schweiz-Digitalisierer auftauchen, sind die Gewerkschaften und Personalverbände. (mag)

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