ICTswitzerland gegen Einwanderungsinitiative

6. Januar 2014, 10:15
  • politik & wirtschaft
image

Statement gegen SVP-Initiative. Der Verband argumentiert mit dem Fachkräftemangel.

Statement gegen SVP-Initiative. Der Verband argumentiert mit dem Fachkräftemangel.
Die Dachorganisation der Schweizer ICT-Verbände ICTswitzerland äussert sich in einem Statement gegen die Volksinitiative "gegen Masseneinwanderung" der SVP. Diese "Abschottungsinitiative", so der Dachverband, würde den Fachkräftemangel in der hiesigen ICT-Szene "dramatisch verschärfen". Sowohl ICT-Anwender- als auch ICT-Anbieter seien auf einen offenen Arbeitsmarkt angewiesen. Für viele Unternehmen sei es "überlebenswichtig, dass sie unkompliziert Fachkräfte aus Europa einstellen können."
ICTswitzerland zitiert dazu bekannte Zahlen einer Prognose von Ecolab und ICT-Berufsbildung Schweiz. Demnach könnte die Zahl der Beschäftigten in der ICT-Branche von heute rund 177'000 bis 2020 auf rund 213'000 steigen. Dafür müssten aber inklusive der Kompensation von Abgängen rund 72'500 neue Fachkräfte eingestellt werden können. Der Verband betont, dass es viele Anstrengungen gibt, um hierzulande mehr Nachwuchs auszubilden. Beispielsweise wurden in den letzten drei Jahren rund 1000 neue Lehrstellen im ICT-Bereich geschaffen. Trotzdem könne der Fachkräftebedarf weder heute noch in Zukunft allein durch einheimische Fachkräfte gedeckt werden.
Zudem würde es in einem geschlossenen Arbeitsmarkt ohne unkomplizierten Zugang zu Europa auch eine vermehrte Konkurrenz unter den Branchen geben, argumentiert der Verband weiter. Falls es der ICT-Branche also gelingen würde, ihren Bedarf trotzden annähernd zu decken, würden diese Leute dafür anderen Branchen fehlen. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

EU plant Haftungsregeln für künstliche Intelligenz

Die EU-Kommission will Private und Unternehmen besser vor "Schäden" durch KI schützen. Gleichzeitig soll das Vertrauen in neue Technologien gestärkt werden.

publiziert am 28.9.2022
image

Edöb: "Vertrauen Behörden nur auf private Gutachten, können sie sich eine blutige Nase holen"

Der Eidgenössische Datenschützer kritisiert Anwaltskanzleien, die Behörden beim Einsatz von US-Cloud-Diensten Sicherheit versprechen. Im Interview schildert Adrian Lobsiger seine Sicht.

publiziert am 28.9.2022 1
image

Keine kritischen Lücken im E-Voting-System der Post gefunden

Beim Bug-Bounty-Programm gelang es niemandem, in das System oder die elektronische Urne einzudringen. Die Tests gehen aber noch weiter.

publiziert am 28.9.2022 1
image

Frisches Geld für Edtech-Startup Taskbase

Das Zürcher Jungunternehmen konnte in einer Seed-Finanzierungsrunde 1,3 Millionen Franken einsammeln.

publiziert am 28.9.2022