IDC Prognose mischt die PC-Anbieter auf

16. November 2015, 16:46
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Nach Marktanalysen von IDC verschwinden in den kommenden zwei Jahren zwei der Top-10-PC-Hersteller vom Markt. Für Asus und Acer Grund genug, dass Verbleiben im Markt zu betonen.

Nach Marktanalysen von IDC verschwinden in den kommenden zwei Jahren zwei der Top-10-PC-Hersteller vom Markt. Für Asus und Acer Grund genug, dass Verbleiben im Markt zu betonen.
Aufgescheucht hat einige PC-Hersteller eine Voraussage der Marktforscher von IDC. Dort hatte man festgehalten, dass in den kommenden zwei Jahren zwei der weltweiten Top-10-PC-Hersteller aus dem Markt ausscheiden. Der PC-Markt habe sich durch den Anstieg des Mobile- und Cloud-Computing verändert und es würden immer mehr Investitionen in Smartphones und Tablets fliessen, die den klassischen PC ersetzen, so IDC. Zudem würde auch der Anstieg von Cloud-basierten Anwendungen und Speichern den Bedarf an neuen PCs verringern. Bei IDC geht man weiter davon aus, dass es insgesamt über 30 Prozent der heutigen IT-Anbieter innerhalb von fünf Jahren entweder gar nicht mehr oder nicht mehr in dieser Form geben wird. Sie werden laut den Auguren aufgekauft, fusioniert, verkleinert oder bis 2020 deutlich neu aufgestellt.
Interessant sind die Reaktion einzelner PC-Hersteller auf diese Anfang des Monats veröffentlichte Prognose. Denn laut IDC können die ersten vier im weltweiten Ranking, Lenovo, HP, Dell und Apple, unbesorgt sein. Verabschieden müssten sich hingegen zwei von den danach gelisteten Acer, Asus, Toshiba, Samsung, Tongfang und Fujitsu. Weil IDC präzisiert hatte, Samsung und Sony hätten sich schon aus dem Europa-Geschäft verabschiedet und Toshiba in ersten Regionen aus dem B2C-Geschäft, bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten offen, wer gemeint sein könnte.
Inzwischen haben deshalb Acer-Gründer Stan Shih und der Chef von Asus, Jerry Shen, ein Bekenntnis zum PC-Markt in Focus Taiwan abgelegt. Sowohl Shih als auch Shen sehen keinen Grund, den Markt in den nächsten Jahren zu verlassen. Man werde sich nicht aus dem PC-Business zurückziehen. Shih verwies allerdings auf Lenovo als möglichen Kandidaten, weil man dort derzeit Marktanteile zulasten der Gewinnmargen zu erobern versuche. (vri)

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