IDC: Vista-Verschiebung ist nur für Marketing-Abteilungen schlimm

28. März 2006, 16:28
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Der multinationale Marktforscher IDC glaubt, dass der weltweite PC-Absatz in Stückzahlen in den nächsten Jahren jeweils etwa um die 10 Prozent zunehmen werde.

Der multinationale Marktforscher IDC glaubt, dass der weltweite PC-Absatz in Stückzahlen in den nächsten Jahren jeweils etwa um die 10 Prozent zunehmen werde. Wertmässig werde das Wachstum aber unter 5 Prozent betragen. Im laufenden Jahr wird sich der Markt gemäss den Auguren von IDC vor allem in Westeuropa und Japan verlangsamen.
Interessant die Bemerkungen von IDC zu den Auswirkungen der Verspätung von Windows Vista auf den PC-Markt. Das neue Betriebssystem werde nicht als starker Wachstumstreiber funktionieren, denn die installierte Basis sei weltweit relativ jung und Unternehmen würde mit der Adoption von Vista sowieso zuwarten. Gewisse Heimanwender hingegen könnten ihren PC-Kauf bis zur Erhältlichkeit von Vista hingegen verschieben.
Dieser Effekt wird gemäss IDC aber nur zu einer bescheidenen Verschiebung der Absätze vom Weihnachtsquartal in diesem Jahr in den Winter 2007 führen, nicht aber zu einer Minderung der PC-Verkäufe überhaupt. Die Verspätung von Vista werde möglicherweise stärkere Auswirkungen auf das Marketing der PC-Herstellern und von Microsoft selbst haben.
Diese Einschätzung leuchtet ein. PC-Hersteller, die am Weihnachtsgeschäft teilhaben wollen, müssen nun Bezeichnungen wie "Vista-ready" erfinden und Microsoft muss sich überlegen, ab einem bestimmten Zeitpunkt PC-Käufern Gutscheine für das neue Betriebssystem abzugeben. (hc)

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