IE-Loch: Patch - aber nicht von Microsoft

28. März 2006, 09:44
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Firefox gewinnt weitere Marktanteile

Firefox gewinnt weitere Marktanteile
Die interessierte Welt der Security-Verantwortlichen wartet weiterhin auf einen Software-Flicken, der das kürzlich bekannt gewordene gefährliche Loch im Microsoft'schen Browser Internet Explorer stopfen soll. Von Microsoft ist zu hören, man arbeite "Tag und Nacht" an einem Patch. Ob ein solcher Software-Flicken erst zum regulären "Patch-Day" am 11. April veröffentlicht wird oder bereits vorher, ist immer noch unbekannt.
Hingegen meldet der norwegische Security-Spezialist Norman, er habe ein Update für die Anwender seiner Software bereit gestellt, das den Missbrauch der Lücke im Internet Explorer verhindern könne.
Die US Firma eEye Digital Security ihrerseits hat einen eigenen Patch für den Microsoft-Browser entwickelt. Dieser soll aber nur eingesetzt werden, wenn man unbedingt muss. Microsoft und unabhängige Sicherheitsexperten empfehlen hingegen, "Active Scripting" in den Sicherheitseinstellungen des Browsers abzuschalten oder auf einen anderen Browser umzusteigen. Ersteres kann recht mühsam sein, wenn man regelmässig mit Webseiten arbeitet, die Beispielsweise Java Scripts verwenden.
Microsoft gab unterdessen bekannt, mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Betreiber von Webseiten vorzugehen, die das Leck im Explorer ausnützen, um Hintertüren und andere Schadprogramme auf den Rechnern der Besucher zu installieren.
Unterdessen ist der Anteil unserer Leser, die den Internet-Explorer benützen, auf deutlich unter 70 (z.Zt. 67 %) Prozent gesunken, während bereits über 20 % unserer LeserInnen mit dem Alternativ-Browser Firefox durch's Internet brettern. Erstaunlich, wie konservativ hingegen die IT-Branche selbst ist. 87 % der LeserInnen von inside-channels.ch benützten im März immer noch den IE von Microsoft. (Christoph Hugenschmidt)

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