IE9 "kann" HTML5

17. März 2010, 12:34
  • technologien
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Die nächste Browser-Version von Microsoft wird HTML5 unterstützen aber nicht unter Windows XP laufen.

Die nächste Browser-Version von Microsoft wird HTML5 unterstützen aber nicht unter Windows XP laufen.
Auf der Webentwicklerkonferenz MIX10 hat Microsoft gestern Abend einen Einblick in die Entwicklung der kommenden Version 9 des Browsers Internet Explorer (IE9) gegeben. Wenngleich die Vorschau noch sehr rudimentär ist, wird dennoch deutlich, dass Microsoft beim Thema Geschwindigkeit und modernen Webstandards zur Konkurrenz aufschliessen will. Eine Vorabversion kann von der Microsoft-Entwicklerhomepage heruntergeladen werden.
Schneller und moderner
Die JavaScript-Engine dürfte laut ersten Tests bereits mit der aktuellen Version 3.6 des Konkurrenzbrowsers Firefox mithalten. Zudem unterstützt der geplante Browser erstmals die zukunftsweisende HTML5-Spezifikation, was das Abspielen von Video- und Audiodateien auf Webseiten ohne zusätzliche Plug-ins erlaubt. Für Diskussionen könnte diesbezüglich allerdings sorgen, dass der IE9 wie Safari und Chrome den lizenzpflichtigen und patentierten Video-Codec H.264 sowie MPEG-4 unterstützt. Mozilla und Opera drängen hingegen auf den offenen Theora-Codec.
Wie der SunSpider-Benchmark-Test zeigt, landet das IE9-Preview in Sachen Geschwindigkeit vor Firefox 3.6 und 3.7 und liegt aktuell nur noch knapp hinter Safari und Chrome. Um einen schnelleren Seitenaufbau zu ermöglichen, nutzt der IE9 für die Kompilation von JavaScript Multicore-Technologie bzw. greift auch auf den vorhandenen Grafikprozessor zu.
Bye Bye Windows XP
Wie Microsoft-Spezialistin Mary Jo Foley in ihrem Blog schreibt, hat man ihr gegenüber bestätigt, dass IE9 nicht unter Windows XP laufen wird. Dies weil der IE9 die Programmierschnittstelle Direct2D für das Rendering von 2D-Grafiken benötigt, die es in Windows XP noch nicht gibt.
Neben HTML5 hat Microsoft auch beim Thema CSS3 zur Browser-Konkurrenz aufgeschlossen, was neue Möglichkeiten für die flexible Gestaltung und das Design von Webseiten eröffnet. Durch die Unterstützung von SVG 1.1 lassen sich zudem interaktive, skalierbare Grafiken ohne entsprechende Plug-ins im Browser darstellen.
Veröffentlichungstermin unbekannt
Die für Microsoft-Begriffe recht freizügige Dokumentation des aktuellen Entwicklungsstandes markiert zudem eine Abkehr von der Geheimniskrämerei früherer Zeiten. Mit den alle acht Wochen erscheinenden Previews soll die Entwickler-Community zu Feedback animiert werden, was wiederum noch stärker als bisher in die Entwicklung des neuen Internet Explorers einfliessen soll. Der Veröffentlichungstermin für eine Beta- oder gar Finalversion steht allerdings noch in den Sternen bzw. wird von Microsoft geheim gehalten. (pte / hc)

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