Ikea setzt auf die Crowd und kauft Taskrabbit

29. September 2017, 08:19
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Der Möbelhersteller Ikea will es seinen Kunden künftig einfacher machen, jemanden zum Zusammenbau der gekauften Möbel zu engagieren.

Der Möbelhersteller Ikea will es seinen Kunden künftig einfacher machen, jemanden zum Zusammenbau der gekauften Möbel zu engagieren. Der schwedische Möbelriese übernimmt das Startup Taskrabbit – einen Vermittler von Arbeitskräften für kleinere Aufgaben.
In einer Nachricht an Taskrabbit-Kunden hiess es, man werde sich Ikea-Möbel zu einem erschwinglichen Preis liefern und montieren lassen können. Zugleich betonte Ikea, die Online-Plattform solle unter dem Konzerndach unabhängig agieren und die Freelancer, "Tasker", würden wie bisher auch für alle möglichen anderen Aufgaben zur Verfügung stehen.
Ein Kaufpreis wurde am Donnerstag nicht genannt. Ende 2015 wurde das Unternehmen mit rund 50 Millionen Dollar bewertet, schreibt das 'Wall Street Journal'. Das 2008 gegründete Unternehmen ist bisher in 40 US-Städten und ausserhalb des Heimatmarkts nur in London aktiv. Eigenen Angaben zufolge stehen den Nutzern 50'000 Tasker zur Verfügung, die Garten- oder Haushaltsarbeiten verrichten.
In der britischen Hauptstadt hatten die beiden Firmen bereits seit dem vergangenen Jahr in einem Pilotprojekt die Vermittlung von Leuten für den Zusammenbau von Ikea-Möbeln getestet. Nach der Übernahme soll die bisherige Taskrabbit-Chefin Stacy Brown-Philpot das Geschäft weiterführen. Brown-Philpot arbeitete zuvor rund zehn Jahre lang bei Google und seit 2015 gehört sie dem Verwaltungsrat von HP an.
Taskrabbit ist ein Pionier der Gig Economy, bei der Arbeitskraft für kleine Aufträge statt fester Arbeitsverhältnisse vermittelt wird. Die Montage von Ikea-Möbeln soll auch bisher schon eine oft nachgefragte Aufgabe gewesen sein. (sda/kjo)

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