IM-Anbieter verbinden ihre Dienste

24. Januar 2006, 10:52
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Private und geschäftliche Instant-Messaging-Dienste werden untereinander kompatibel und entpuppen sich immer mehr als beliebteste Kommunikationsform.

Private und geschäftliche Instant-Messaging-Dienste werden untereinander kompatibel und entpuppen sich immer mehr als beliebteste Kommunikationsform.
Instant Messaging (IM) boomt bereits seit einigen Jahren. Zu den etablierten Anbietern, die zu der Chat-Funktion meistens auch Video- und/oder Voice-Funktionen in ihren Produkten integriert haben, zählen Skype, MSN Messenger von Microsoft, Yahoo Messenger, AOL Instant Messenger (AIM), ICQ, Apple iChat und Google Talk. Nun hat gestern IBM angekündigt, mit verschiedenen IM-Anbietern im Bereich Instant Messaging zusammenarbeiten zu wollen. IBM hat nämlich seit längerer Zeit auch ein eigenes, für geschäftliche Zwecke geeignetes IM-System namens Lotus Sametime, das 15 Millionen User zählt.
Die Version 7.5 von Lotus Sametime, die Mitte dieses Jahres erscheinen wird, wurde mit 100 neuen Features (z.B. VoIP-Funktionalität) ausgestattet und wird mit den IM-Systemen von Apple, AOL, ICQ, Yahoo und Google kompatibel sein. Laut AOL verbinden AIM, ICQ und Apple iChat 70 Millionen User miteinander. Zusammen mit IBM sollen diese Dienste 75 Prozent aller globalen IM-User in Unternehmen erreichen. Wie AOL schreibt, gehört unter anderem auch Microsoft zu den IM-Partnern, allerdings wird auf die Kompatibilität von MSN mit den anderen Diensten nicht eingegangen. MSN ist jedoch kürzlich bereits mit Yahoo eine Partnerschaft eingegangen.
Im Juli 2004 hatte Microsoft zudem angekündigt, über den Live Communications Server 2005 die Verbindung von MSN mit AIM, ICQ und Yahoo Messenger zu ermöglichen. Eine direkte Verbindung von MSN mit IBM Lotus Sametime besteht also (noch) nicht. Innerhalb dieses Quasi-Konsortiums ist es aber hochwahrscheinlich, dass bald auch diese Dienste untereinander kompatibel sein werden.
Für Private, aber vor allem im Geschäftsumfeld bedeuten diese Kooperationen nur Gutes. Bleibt der Aspekt Sicherheit nicht auf der Strecke, ergeben sich damit nützliche Kommunikationstools, die (fast) jede kostspielige Geschäftsreise überflüssig machen. (mim)

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