Im Blindflug in die Public Cloud?

1. April 2019, 13:02
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Immer mehr Unternehmen nutzen Public Clouds immer intensiver. Aber eine Mehrheit beklagt Probleme beim Traffic Monitoring.

Immer mehr Unternehmen nutzen Public Clouds immer intensiver. Aber eine Mehrheit beklagt Probleme beim Traffic Monitoring.
Laut einer vom US-Unternehmen Keysight Technologies in Auftrag gegebenen Studie sind viele Unternehmen noch unzufrieden mit ihren Möglichkeiten, den Datenverkehr bei der Benutzung von Public-Cloud-Services zu überwachen. Das hat Auswirkungen sowohl auf die Performanceüberwachung als auch die Sicherheit.
Um allerdings eines gleich vorweg zu nehmen: Keysight Technologies ist Anbieter von Test-Hardware und Software, darunter auch Lösungen zur Überwachung von Netzwerken und Cloud-Traffic, und dürfte darum einige Freude an diesem Ergebnis haben. An der Studie beteiligten sich 338 IT-Professionals von Grossunternehmen mit mindesten 500 Mitarbeitenden. Sie entwickeln oder betreiben Applikationen für Public Clouds oder managen die Nutzung von Public-Cloud-Ressourcen. Knapp drei Viertel davon sind in den USA oder Kanada beheimatet.
Laut Keysight glauben weniger als ein Fünftel der Befragten, dass sie genug und rechtzeitig Zugriff auf den Datenverkehr auf Paketlevel haben, um ihn genügend gut zu überwachen. Zum Vergleich: 82 Prozent sind in dieser Beziehung mit ihren On-Premises-Installationen zufrieden, 55 Prozent mit Private Clouds.
86 Prozent geben aber an, dass Monitoring auf Paketlevel eigentlich unabdingbar wäre, um die Applikationsperformance zu überwachen. Und für sogar 93 Prozent wäre der Paketzugriff wertvoll, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Viele der Befragten berichteten auch von konkreten Problemen aufgrund der mangelnden Visibilität in ihren Clouds. Allein in den letzten 12 Monaten musste beispielsweise knapp die Hälfte Verzögerungen bei der Behebung von Performance-Problemen hinnehmen, 40 Prozent konnten Netzwerkprobleme nur verspätet beheben. Als weitere, von der mangelnden Visibilität verursachten Probleme, nannten die Befragten unter anderem Applikations- und Netzwerkausfälle oder die mangelnde Möglichkeit, die Performance von Applikationen vor ihrem Deployment in der Cloud zu testen.
55 Prozent der Befragten sehen die Schuld dafür nicht bei sich, sondern glauben, dass die Provider ihnen nicht genügend Daten zur Verfügung stellen, um ihre Cloud-Applikationen adäquat zu überwachen.
Das hält Unternehmen allerdings nicht davon ab, immer mehr Public-Cloud-Ressourcen zu nutzen: Bei über einem Fünftel der Umfrageteilnehmer ist die Public-Cloud-Nutzung 2018 signifikant gestiegen, bei weiteren 63 Prozent zumindest moderat.
Die komplette Studie ist kostenlos online zugänglich (PDF). (Hans Jörg Maron)

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