Im E-Commerce werden Smartphones immer wichtiger

2. Februar 2017, 13:44
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Neue Studie zum rasant wachsenden Markt: Warum kaufen die Kunden? Wer hat die Nase vorn?

Eine neue Studie zum rasant wachsenden Online-Handel: Warum kaufen die Kunden? Wer hat die Nase vorn?
Die Marketing- und Kommunikationsagentur Futurecom interactive hat die aktuelle Ausgabe ihrer jährlichen E-Commerce-Studie veröffentlicht. Der repräsentativen Studie liegen Zahlen aus der Befragung von 2000 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz zugrunde.
97 Prozent der internetaktiven Bevölkerung zwischen 14 und 69 Jahren kaufen online ein. Davon erstehen etwas über 40 Prozent ein bis drei Mal pro Monat Waren über das Internet. Von den Digital Natives (14 bis 29 Jahre) und den Digital Immigrants (30 bis 54 Jahre) kaufen rund 31 Prozent mindestens einmal pro Woche online ein, von den sogenannten Silver Surfern (55 bis 69 Jahre) immerhin noch 22 Prozent.
In der Schweiz werden so bereits fünf Prozent der Verkäufe im Detailhandel über Online-Kanäle abgewickelt. Dies ergibt ein Volumen von rund 7,5 Milliarden Franken.
Beweggründe, Leistungen und Hindernisse
Nach den Beweggründen für das Online-Einkaufen befragt, gaben jeweils rund 60 Prozent an, dass die Möglichkeit des 24-Stunden-Shoppings und die Lieferung nach Hause als Motivation dient. Gefolgt werden diese Anreize von den besseren Vergleichsmöglichkeiten (50 Prozent), den Zeitersparnissen (46 Prozent) und der Bequemlichkeit (44 Prozent).
Als wichtigste Leistungen der Shops nannten die Befragten Informationen zum Produkt (92 Prozent), gratis Rücksendungen (82 Prozent) sowie Produktebilder (81 Prozent). 71 Prozent nannten die Vorankündigung des Sendungsempfangs und 68 Prozent die Online-Sendeverfolgung.
Einen besonderen Stellenwert nehmen in der Studie Produkt-Videos ein. 90 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass diese bei der Kaufentscheidung helfen würden. Rund 70 Prozent meinten, dass Videos Produkte besser erklärten als Texte und den Anbieter in ein positives Licht stellen würden. Futurecom schreibt, dass von den Besuchern eines E-Shops 73 Prozent mehr tatsächlich einkaufen, wenn Produktvideos angeboten werden.
Die Kunden zögern beim Kauf aus verschiedenen Gründen: 64 Prozent nannten die zu hohen Versandkosten, direkt gefolgt von der fehlenden Möglichkeit Produkte anfassen zu können (64 Prozent). Weniger ins Gewicht fallen das Problem, dass das gesuchte Produkt nicht gefunden wird (39 Prozent), dass die Rückgabe zu aufwendig ist (36 Prozent) und dass dem Online-Shop nicht vertraut wird (25 Prozent).
Mobile- und Tablet-Shopping
Das Smartphone wird immer mehr zum Shopping-Tool. Bereits heute werden weltweit 34 Prozent aller E-Commerce-Transaktionen über mobile Geräte abgewickelt. Das Handelsvolumen des globalen M-Commerce ist 2016 um rund 36 Prozent auf 429 Milliarden Dollar gestiegen. Für dieses Jahr prognostiziert Futurecom ein Wachstum von 28 Prozent. Die Haupttreiber für diesen Prozess sind die Verfügbarkeit der Geräte, die Usability und User Experience sowie die Angebote.
Rund drei Viertel der befragten Smartphone-User in der Schweiz gaben an, auch auf dem Handy einzukaufen. Etwas über 20 Prozent der Digital Natives und Immigrants sagten, dass sie das Handy ein bis drei Mal monatlich zum Online-Kauf benutzen würden, von den Silver Surfern waren es noch 14 Prozent.
Fast die Hälfte der bis 29 Jahre alten Smartphone- und Tablet-Nutzer, die über diese Devices einkaufen, nutzen Shopping Apps, von den Digital Immigrants sind es 32 Prozent, von den Silver Sufern noch 16.
Die beliebtesten Shops
Die Top-Anbieter bei den Shopping Apps auf Tablets und Smartphones sind Zalando, Ricardo, Amazon, Wish und AliExpress. Die insgesamt am meisten genutzten Online-Shops sind in der Studie nach Kategorie gelistet. Dazu hat Futurecom Käufer aus den jeweiligen Produkt-Bereichen gefragt, ob sie in den letzten 12 Monaten in diesen Shops eingekauft haben.
- Kleider und Schuhe, Zalando, 57 Prozent
- Mutimedia und Elektronikgeräte, Digitec, 40 Prozent
- Hotels, Ferienreisen etc., Booking.com, 40 Prozent
- Online Marktplatz, Ricardo.ch, 34 Prozent
- Möbel und Dekoration, Ikea, 32 Prozent
- Online Waren- und Versandhaus, Amazon, 31 Prozent
- Bücher, Musik, Filme, Games etc., ExLibris, 30 Prozent
- Lebensmittel, Vitamine, LeShop, 26 Prozent
- Sport und Outdoor, Ochsner Sport, 17 Prozent
- Kosmetika und Körperpflege, Douglas, 12 Prozent
Omni-Channel Approach
Die Studie umfasst eine Darstellung der Customer Journeys: Wer, wie, nach welchen Produkten recherchiert und sie letztlich auch kauft. 85 Prozent der Online-Shopper schliessen ihren Kauf auf einem anderen Gerät ab, als auf dem Ausgangsdevice.
Aufgrund der Komplexität erfordere eine erfolgreiche Herangehensweise einen Omnichannel-Approach. Dieser müsse Stores, Online, Telefon, Social-Media und Mobile umfassen. Das Unternehmen brauche eine durchgängige Sicht auf multioptionale Kunden und müsse ein einheitliches Markenerlebnis unabhängig von Kanal und Customer Journey ermöglichen, stellt Futurecom fest.
Die Resultate der Studie können über die Futurecom-Website gegen Preisgabe einiger persönlicher Daten heruntergeladen werden. (ts)
Bild Startseite: Thorsten Hartmann.

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