Im Reisswolf: Die Tücken der Löschta (Teil 2)

30. Oktober 2013, 13:51
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Kolumnist Peter Wolf möchte, dass die Leerschlagtaste seines Smartphones ihren eigenen Sound erhält. Ist das so schwierig?

Kolumnist Peter Wolf möchte, dass die Leerschlagtaste seines Smartphones ihren eigenen Sound erhält. Ist das so schwierig?
Vor einiger Zeit schrieb ich an dieser Stelle über das Problem des Vertippens auf virtuellen Tastaturen und dass man öfter mal statt einem "l" oder "z" die Löschtaste trifft oder statt dem Leerschlag ein "v" oder "b" und regte folgendes an: "Es wäre schon wahnsinnig hilfreich, wenn die Klickgeräusche von Leerschlag- und Lösch-Taste einen anderen Klang hätten. Dann würde ich viel schneller merken, dass mein dicker Daumen ein falsches Zeichen erwischt hat." Und jetzt, kaum ein Jahr später, hat ein Handyhersteller reagiert (zwar nicht Apple, um die es im ersten Beitrag ging, sondern BlackBerry).
In der Ankündigung des aktuellen OS-Updates 10.2 ist ein ganzer Abschnitt der Tastatur gewidmet: "Auf dem BlackBerry Z10 und dem BlackBerry Z30 wurde zudem ein verbessertes Audio-Feedback eingeführt, das mit verschiedenen Tönen für bestimmte Tasten wie Backspace und Shift dem Nutzer eine hörbare Rückmeldung gibt und somit mehr Sicherheit beim Tippen gewährleistet."
Das klingt zwar auf dem Papier besser als in Wirklichkeit, weil sich die verschiedenen Klicktöne kaum unterscheiden lassen und die Leerschlagtaste immer noch gleich tönt. Aber irgendwann kommt ja sicher auch ein OS 10.3...
Hallo BlackBerry, wenn Ihr auch das hier lest: ich hätte gerne, dass die Leerschlagtaste ebenfalls ihren eigenen Sound erhält. Ausserdem möchte ich generell, aber vor allem beim Tippen, keine Bedienelemente, die ausserhalb des Schwenkbereichs meines Daumens liegen. Der hört etwa in der Bildschirmmitte auf, und wenn ich dann einhändig etwas antippen muss, das weiter oben liegt, riskiere ich, dass mir das Handy aus der Hand fällt. Ausserdem ist diese ganze Wischerei sowieso mühsam - ich habe jedes Mal den Krampf im Daumen, wenn ich zu lange mit dem BlackBerry Z10 gearbeitet habe. Nur schon zum Entriegeln des Bildschirms muss man weit über die halbe Höhe des Bildschirms hinauf swipen.
Und übrigens: Der Wunsch richtet sich auch an alle anderen Handyhersteller. (Peter Wolf)
Peter Wolf (48) beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Technik. Zuerst eher mechanisch durch Aufschrauben und Nachschauen, später vermehrt auch mit elektronischen Produkten und mit Services. Seit 1985 war er immer wieder mal bei Ringier beschäftigt, zuletzt als Trend Scout und Social Media Evangelist. Heute arbeitet er als Research Analyst bei e-Research und als Kolumnist und App-Tester für diverse Publikationen - unter anderem für inside-it.ch.
Zeichnung: Barbara Donnarumma für inside-it.ch

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