Im Reisswolf: Meine Weihnachtswunschliste

27. November 2013, 15:52
  • kolumne
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Bald ist Weihnachten. Unser Kolumnist Peter Wolf hat eine Wunschliste zusammengestellt für den Handy-Benutzer von heute.

Bald ist Weihnachten. Unser Kolumnist Peter Wolf hat eine Wunschliste zusammengestellt für den Handy-Benutzer von heute.
Liebe Handyhersteller und Programmierer: Ich schreibe Euch jetzt mal auf, was mich an Euren Produkten stört und Ihr verbessert das dann. Das wäre ein super Weihnachtsgeschenk.
Was mich nervt:
- Handys ohne Möglichkeit, eine Tragschlaufe anzubringen.
Sooo viel Platz brauchen die beiden kleinen Löcher im Gehäuse ja auch nicht, und man hätte dann eine Möglichkeit, das Gerät zu sichern. Oder zwecks Personalisierung einen Blingbling-Anhänger zu befestigen.
- Kamerahandys ohne Stativgewinde.
Wenn wir grad schon bei den Löchern sind: Jede handelsübliche Kamera lässt sich ohne Gebastel auf einem Stativ befestigen, bloss Kamerahandys nicht (abgesehen von wenigen löblichen Ausnahmen, die ein Stativgewinde aufweisen).
- Handykameras, die keinen QR-Code erkennen.
Es gibt Kamerahandys, die Gesichter erkennen. Sogar solche, die ein Lächeln erkennen und davon automatisch ein Bild schiessen. Aber keines, dessen Standardkamera einen QR-Code erkennt und mich als Benutzer fragt, ob es damit etwas anstellen soll. Immer muss ich zuerst eine QR-App finden und starten, bevor ich mit einem solchen Strichcode etwas anfangen kann.
- Bedienelemente ausserhalb des Schwenkbereichs meines Daumens.
Wenn ich das Smartphone einhändig bediene und mit dem Daumen ein Element am oberen Displayrand bedienen muss, riskiere ich jedes Mal, dass mir das Gerät aus der Hand fällt. Und dann: siehe ersten Wunsch oben.
- Tasten, die man beim Betätigen anderer Tasten unbeabsichtigt mitdrückt.
Zum Beispiel den Ausschalter vis-à-vis von den Lautstärketasten wie beim Samsung Phablet N7000.
- Zwei Mal das selbe Symbol verwenden für zwei verschiedene Dinge.
- Lösch- und Leerschlagtasten, die gleich klingen wie alle anderen Tasten.
Blackberry hat vorgespurt, jetzt muss mans nur noch richtig machen.
- Schlechte Übersetzungen.
Eine App, die statt "Awesome Fonts" dann "Ehrfürchtig Fonts" aus dem Übersetzungsautomaten. Nicht nur bei Namen, auch in der Benutzerführung selber.
- Schlechte Portierungen von einem OS in ein anderes.
- Unverständliche Abkürzungen, wenn noch genug Platz auf dem Display gewesen wäre.
Danke, ich freue mich dann auf die Bescherung im überübernächsten Jahr...
Peter Wolf (49) beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Technik. Zuerst eher mechanisch durch Aufschrauben und Nachschauen, später vermehrt auch mit elektronischen Produkten und mit Services. Seit 1985 war er immer wieder mal bei Ringier beschäftigt, zuletzt als Trend Scout und Social Media Evangelist. Heute arbeitet er als Research Analyst bei e-Research und als Kolumnist und App-Tester für diverse Publikationen - unter anderem für inside-it.ch.
Zeichnung: Barbara Donnarumma für inside-it.ch

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