Immer diese moderne Technik. Heute: Das USB-Modem

1. Juli 2009 um 09:41
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BloggingToms Woche im Cyberspace LXXXIII

BloggingToms Woche im Cyberspace LXXXIII
So ein Umzug bringt ja viel Stress mit sich. Man packt sein Hab und Gut in Kisten, findet Dinge, von denen man seit Jahren nicht mehr gewusst hat, dass man sie überhaupt besitzt und wirft gleich lieferwagenweise unnötiges Zeug weg. Hat man dann erst mal die zwei Tage Möbel-, Kisten- und Kartonschleppen hinter sich, gehts auch schon wieder von vorne los. Schliesslich will all das Hab und Gut auch in der neuen Wohnung wieder entsprechend platziert sein.
Internetworker wie ich haben schon während des Umzugs ihre liebe Mühe. Zwei Tage Umzugsstress, bei denen man höchstens mal schnell via Handy online ist, wecken schon bald erste Entzugserscheinungen. Blöd nur, wenn das Internet zuhause noch nicht funktioniert. Blöd auch, wenn sich in der Nachbarschaft zwar WLANs entdecken lassen, die aber (für einmal) alle ordentlich verschlüsselt sind. Bleibt also erst mal nur der Weg, mit dem praktischen USB-Modem über das Handynetz zu surfen.
Gesagt, getan, doch ich fühle mich in die 90er Jahre zurückversetzt. Einzig eine Verbindung via EDGE bietet mir das Modem an, und das ist, vornehm ausgedrückt, einfach nur langsam. Nur schon die Zeit, die mein eMail-Client braucht, um all die täglichen Spam-Mails herunterzuladen, reicht locker, um einen Espresso zu kochen und zu trinken. Eine Espresso-Länge dauert es dann auch fast, bis eine dieser modernen Web-2.0-Seiten im Browser angezeigt wird.
Ein Blick auf die Versorgungskarte des Mobilfunkproviders zeigt dann auch das Problem. 3G, das deutlich schnellere Übertragungsraten bietet, ist zwar verfügbar. Allerdings nur im Freien. In Gebäuden, so die Erklärung auf der Seite, ist nur das laaaaaangsame EDGE verfügbar. Was also tun? Ab auf den Balkon!
Aber: Nun sitze ich hier zwar im Freien und auch der Wettergott ist mir (zum Glück) gnädig, doch der Empfang mit der modernen Übertragungstechnik hapert noch immer. Kunststück, denn "im Freien" ist per Definition wahrscheinlich nicht der Balkon. Immerhin, eine genauestens ausgerichtete, etwas abenteuerliche Installation des USB-Modems (nur liegend, mit der unteren Seite nach oben, Anschlussseite schräg in Richtung Haus) in der Blumenkiste auf der Balkonbrüstung bringt den gewünschten HSDPA-Empfang. Allerdings nur, wenn ich ganz ruhig sitze. Einmal zu weit zurücklehnen oder ein kurzes Aufstehen unterbricht den Empfang. Und so harre ich steif, einer Statue gleich, der Dinge. Schönes Wetter ist ja angesagt. Und bis zur nächsten Regenperiode funktioniert wohl auch der heimische Internetanschluss wieder. Hoffe ich zumindest. (BloggingTom)

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