Immer mehr Android-Malware

16. April 2013, 10:08
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Letztes Jahr wurden weltweit fast 33 Millionen Android-Geräte mit Malware infiziert. Tendenz steigend.

Letztes Jahr wurden weltweit fast 33 Millionen Android-Geräte mit Malware infiziert. Tendenz steigend.
Gemäss einer Schätzung von NQ Mobile haben sich 2012 weltweit bereits 32,8 Millionen Android-Geräte eine Malware-Infektion eingehandelt. Das wäre laut den Security-Experten eine Steigerung um mehr als 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahl dürfte 2013 nochmals getoppt werden, denn schon allein im ersten Quartal wurden über zehn Millionen Smartphones und Tablets befallen, so NQ Mobile.
Die meisten befallenen Geräte gibt es mit 25,5 Prozent in China, gefolgt von Indien und Russland (19,4 bzw. 17,9 Prozent). Die USA rangieren mit knapp einen Zehntel der Infektionen auf Rang vier und nicht weit vor Saudi-Arabien.
Mit insgesamt über 65'000 verschiedenen Schädlingen ist die Zahl der mobilen Bedrohungen laut NQ Mobile 2012 gegenüber dem Vorjahr um 163 Prozent gestiegen. Fast 95 Prozent der Malware zielt auf Android-Geräte ab. Beinahe zwei Drittel der Infektionen entfielen dabei auf sogenannte "potenziell unerwünschte Programme" wie beispielsweise Spyware oder Adware, die sich häufig als legitime Apps tarnen.
Gut ein Viertel der 2012 entdeckten mobilen Schadsoftware zielt darauf ab, persönliche Daten des Nutzers auszuspionieren und daraus Profit zu schlagen. Doch nicht alle Malware passt zum Bild der modernen, gewinnorientierten Cybercrime-Szene. Etwa jeder 14. Schädling dient nur dem "Bricking" - dem Unbrauchbarmachen des befallenen Geräts. Insgesamt wird mobile Malware laut NQ Mobile aber immer intelligenter und geht dabei auch neue Wege, inklusive der Querinfektion von klassischen Computern.
Zudem ist im Februar erstmals ein Android-Schädling aufgetaucht, der über eine USB-Verbindung auch PCs infizieren kann. Zwar habe sich dieser nicht weit ausgebreitet, doch sei er ein Paradebeispiel dafür, dass Angriffe in der vernetzten Welt immer ausgeklügelter werden. NQ-Mobile-CEO Omar Khan betont daher, dass intelligentere Systeme nötig werden, die User schon vor der Infektion schützen. Zudem sei es nötig, Konsumenten besser zu informieren, damit sie Betrügereien erkennen und vermeiden können. (pte/hjm)

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