Indien plant einschneidende Einfuhrbeschränkungen für IT-Produkte

8. Januar 2013, 16:12
  • international
image

Laut dem 'Wall Street Journal' werden in der indischen Regierung gegenwärtig weitreichende Einfuhrbeschränkungen für IT-Produkte, von Laptops bis zu Netzwerkkomponenten diskutiert.

Laut dem 'Wall Street Journal' werden in der indischen Regierung gegenwärtig weitreichende Einfuhrbeschränkungen für IT-Produkte, von Laptops bis zu Netzwerkkomponenten diskutiert. Die entsprechenden Verordnungen sind zwar noch im Entwurfsstadium und könnten auch noch zurückgenommen werden, sorgen aber bereits für Unruhe bei ausländischen Hardwareanbietern.
Gemäss 'Wall Street Journal' würden die Einfuhrbeschränkungen bewirken, dass ein grosser Teil der für den indischen Markt bestimmten High-Tech-Produkte auch im Land hergestellt werden müssten. Zudem könnten sie sehr bald in Kraft treten: Ausländische Anbieter wie HP, IBM, Dell usw. müssten in wenigen Monaten ihre Produktionskapazitäten in Indien auf- oder ausbauen.
Wie das Wirtschaftsblatt berichtet, gibt es scharfe Reaktionen aus der US-Industrie und von Lobbyisten. Die angefragten High-Tech-Anbieter Cisco, IBM, Nokia-Siemens und Ericsson wollten aber trotzdem keinen Kommentar abgeben.
Indische Behördenvertreter erklärten laut 'Wall Street Journal', dass die Regulierung notwendig sei, um das Wachstum der Elektronikimporte zu verringern. Diese würden immer stärker zum grösser werdenden Handelsdefizit des Riesenlandes beitragen. In einigen Jahren würde ihr Volumen das der Ölimporte übertreffen. Die Regierung erklärte zudem, dass die Verordnungen auch dazu dienen würden, das Land gegen Cyberangriffe aus dem Ausland zu schützen. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Datenleck bei der Fremdsprach-App Duolingo?

In einem Darkweb-Forum werden die Daten von 2,6 Millionen Accounts zum Verkauf angeboten. Doch das Unternehmen bestreitet eine Sicherheitsverletzung.

publiziert am 25.1.2023
image

Hochschule Luzern tritt Blockchain Research Institute bei

Dem Netzwerk gehören zahlreiche internationale Unternehmen, Forschungsinstitute und staatliche Institutionen an. Gefördert werden soll insbesondere das Gemeinwohl.

publiziert am 25.1.2023
image

Ukraine will bei IT-Security stärker mit der NATO zusammenarbeiten

Das von Russland angegriffene Land will offizieller Partner des "Joint Center for Advanced Technologies in Cyber Defense" der Nato werden. Andere Länder könnten davon profitieren.

publiziert am 25.1.2023
image

Mitel will Unify-Business von Atos kaufen

Der Kommunikationsspezialist will den Bereich Unified Communications & Collaboration von Atos übernehmen. 3000 Mitarbeitende könnten ihren Arbeitgeber wechseln.

publiziert am 25.1.2023