Indischer Outsourcer muss Personal "säubern"

12. August 2011, 10:07
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Der grosse IT-Dienstleister Mahindra Satyam muss den Hintergrund gut 21'000 seiner Angestellten in Indien überprüfen.

Der grosse IT-Dienstleister Mahindra Satyam muss den Hintergrund gut 21'000 seiner Angestellten in Indien überprüfen. Dies nachdem man festgestellt hat, dass einige Angestellte ihre Jobs mit gefälschten Zeugnissen ("experience certificates") ergattert hatten, wie die indische Presseagentur PTI berichtet.
Offenbar hat Mahindra Satyam Betrugsfälle bei Bewerbungen in Hyderabad, Chennai und Bangalore gefunden. Die Zeugnisse von Bewerbern werden von "verification agencies" überprüft. Diese sollen nun persönlich die Firmen besuchen, bei denen die Bewerber angeblich gearbeitet haben, um zu vermeiden, dass sie von Call-Centern, die die falschen Angaben der Bewerber bestätigen, übers Ohr gehauen werden. Bis jetzt hat Mahindra Satyam gemäss PTI sieben Angestellte angezeigt, weitere drei Dutzend Anzeigen sollen noch erfolgen.
Andere Leute haben sich gemäss Mahindra Satyams Personalchef Hari T mit gefälschten Einladungen Vorstellungsgespräche verschafft. Solche Vorgänge würden die Industrie verderben und könnten bei ausländischen Partnern Sicherheitsbedenken auslösen, so Hari T zu PTI.
Weniger Fluktuationen, mehr Gewinn bei Mahindra Satyam
Der aus dem Satyam-Skandal hervorgegangene IT-Dienstleister Mahindra Satyam hat zudem Zahlen zum letzten Geschäftsquartal (April bis Juni) veröffentlicht. Der indische Riese setzte 320 Millionen Dollar um (+ 19 Prozent zum Vorjahr) und verdiente vor Steuern 47 Millionen (+ 18,8 Prozent zum Vorquartal). Weltweit beschäftigt Mahindra Satyam nun über 31'000 Angestellte. Die Mitarbeiterfluktuation - eines der grossen Probleme der IT-Dienstleister Asiens - sank von 22 auf "nur" noch 17 Prozent in diesem Quartal. (hc)

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