Individualsoftwaremarkt unter Druck: Intersys wird (auch) ECM-Dienstleister

23. Februar 2016, 10:28
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Der in Zuchwil im Kanton Solothurn beheimatete Softwareentwickler Intersys sieht sein traditionelles Geschäftsmodell bedroht.

Der in Zuchwil im Kanton Solothurn beheimatete Softwareentwickler Intersys sieht sein traditionelles Geschäftsmodell bedroht. "Wir sind seit jeher auf die Entwicklung von Individual-Software spezialisiert – ein Markt, der durch den Trend hin zu Standardprodukten und zur Auslagerung von Entwicklungsleistungen in Near- und Offshore-Länder mehr schrumpft als wächst", sagt der Intersys-Geschäftsführer Jiri Petr. Deshalb, so Petr, wolle man gezielt neue Marktsegmente mit eigenen oder Drittprodukten besetzen.
Schon vor zwei Jahren hat Intersys sein Portfolio mit Big-Data-Analyse, basierend auf der Apache-Plattform Cassandra, erweitert. Nun wendet sich die Softwareschmiede dem Thema Enterprise Content Management zu. Als Produktpartner hat Intersys das Zürcher Unternehmen ELO Digital Office gewählt. Für das neue Geschäftsfeld wurde laut Petr ein Team von sechs Leuten in den Bereichen Beratung, Umsetzung, Support und Verkauf für die Produkte von ELO Digital Office geschult. Ausserdem wolle man, auf Basis der langjährigen eigenen Testerfahrungen, ein eigenes Test-Framework entwickeln, das Firmen helfen soll, ihre Software-Qualität zu kontrollieren und zu verbessern.
Zusammen mit der Strategieanpassung führt Intersys auch Änderungen in der Geschäftsleitung durch. Der langjährige Mitarbeiter Fabian Rezzonico übernimmt von Jiri Petr die Funktion des Entwicklungsleiters und wird neu Mitglied der Geschäftsleitung. Petr wird sich auf die Bereiche Finanzen, Personal und Qualitätssicherung konzentrieren. Reto Gantenbein, seit zwei Jahren Leiter Marketing und Verkauf, bleibt Mitglied der nun dreiköpfigen Geschäftsleitung.
Im Verwaltungsrat gibt Rezzonico sein bisheriges Amt als VR-Präsident an Matthias Miescher ab. Ansonsten gibt es keine personellen Veränderungen im Verwaltungsrat. (hjm)

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