Industrie 4.0 aus Schwyz

10. Juni 2015, 09:55
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Der Schwyzer Software-Hersteller Borm Informatik feiert Exporterfolge und stellt sich neu auf.

Es muss nicht immer Zürich (oder Basel oder St. Gallen) sein: Die Schwyzer Borm Gruppe gehört zu den wenigen Schweizer Software-Herstellern, die sich offenbar auch im Ausland durchsetzen können. Zur Gruppe gehört Borm Informatik, die eine branchenspezifische, komplexe ERP-Lösung entwickelt und vertreibt, Cubx Software (entwickelt die CAD-Lösung Point Line CAD), Perspectix (CRM mit 3D-Produktgenerator, z.B. für Ladenbauer) und die WDV-Informatik (vertreibt Schreiner-Branchenlösung).
Zur Borm-Gruppe gehört aber auch Borm Informatik GmbH in Dortmund mit 11 Mitarbeitenden und Borm Nederland b.v. Zudem hat der Software-Hersteller grosse Kunden im italienischen Südtirol und in Österreich, wie Geschäftsführer Josef Föhn in einem kurzen Telefongespräch zu inside-channels.ch sagte.
Neue Software-Generation, neue Struktur, neue Besitzer
2002 hatte die Borm-Gruppe noch ganze 23 Mitarbeitende, so Föhn. Heute, 13 Jahre später sind es 66 in Deutschland und der Schweiz. Dazu kommen 15 Mitarbeitende der Zürcher Perspectix, die 3D-Produktekonfiguratoren und Retaillösungen entwickelt hat und sie vertreibt. Die Borm-Gruppe hält die Mehrheit an Perspectix.
In den letzten Wochen hat der Innerschweizer Software-Hersteller seine Struktur vereinfacht - auch eine Reaktion auf den überstarken Franken. Und zwar wurden die Cubx Software AG und die Point Line CAD AG in Borm Informatik fusioniert. Neu werden standardisierte Lösungen durch WDV Informatik vertrieben, während Borm Informatik individuell angepasste Lösungen, sowohl ERP wie auch CAD vertreibt.
Integration von CAD und ERP
Entscheidend für den Erfolg war, so Föhn, dass es gelungen ist, sehr gute junge Entwickler zu finden. Letztes Jahr beteiligten sich Andreas Burch und Reto Conconi an der Borm Gruppe. Die Professionalisierung der Entwicklung durch die beiden Software-Ingenieure sei sehr wichtig, sagt Föhn, der übrigens ursprünglich aus dem Schreinerhandwerk kommt.
Man merkt dem Schwyzer den Stolz auf "seine" Lösungen an: Er spricht von einem "Durchbruch in der Integration von CAD- und ERP-Lösungen" und scheut sich nicht, denn vielgehypten Begriff "Industrie 4.0" zu verwenden. Föhn: "Das Zeitalter der Schnittstellen ist vorbei. Neu werden intelligent zusammenarbeitende Softwarebausteine verlangt. Mit der neuen BormBusiness V1, EvoBusiness V1, EVO V1 und PointLineCAD V1 kann die BORM dieses intelligente, integrierte Arbeiten vollumfänglich anbieten." (hc)

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