Industrie hofft für Umsatzwachstum auf KI

25. September 2018, 14:20
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Industrie-Unternehmen in Europa sehen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz als einen massgeblichen Faktor für ihren Erfolg.

Industrie-Unternehmen in Europa sehen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz als einen massgeblichen Faktor für ihren Erfolg. Im Schnitt erwarten die Unternehmen, dass sie bis 2030 mit KI ihren Umsatz um 11,6 Prozent und ihre Margen um 10,4 Prozent steigern können.
Dies geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde. "Unsere Umfrage zeigt, dass der europäische Industrie-Sektor die strategische Macht Künstlicher Intelligenz verstanden hat", sagte HPE-Manager Volkhard Bregulla.
Der Umfrage zufolge, in der 858 Vertreter von vorwiegend in Europa tätigen Industrie-Unternehmen befragt wurden, beschäftigen sich 61 Prozent mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Von KI erwarten sie über die Wertschöpfungskette hinweg Vorteile, ebenso für die Differenzierung ihrer Produkte und Dienstleistungen, schreibt HPE.
Elf Prozent haben entsprechende Technologien bereits im Einsatz. Allerdings nutze rund die Hälfte der Unternehmen die Technologien lediglich für ein Einsatz-Szenario. 95 Prozent gaben jedoch an, dass sie ihre gesteckten Ziele erreicht oder sogar übertroffen hätten. Entsprechend planen sie, in den nächsten zwölf Monaten im Schnitt 0,48 Prozent ihres Umsatzes in KI zu investieren. Zum Vergleich: Das gesamte IT-Budget in der Fertigungsindustrie betrage durchschnittlich 1,95 Prozent des Umsatzes, wie sich der Studie entnehmen lässt.
Unzureichende Daten, fehlendes Know-how
Eine der grossen Herausforderungen bestehe jedoch in der unzureichenden Qualität und Quantität verfügbarer Daten. 34 Prozent der Befragten nannten den "Mangel an Data Governance und Enterprise Data Architecture" als zentrale Herausforderungen für die Einführung von KI. Daten sind das Ausgangsmaterial für entsprechende Analysen, Algorithmen und Prozesse.
Ein weiteres Hindernis für die breite KI-Akzeptanz ist der Mangel an Expertise rund um KI und Analytik. Trotz dieses Engpasses vertrauen nur zwölf Prozent der Befragten ausschliesslich auf externe KI-Expertise. Gut die Hälfte setzt auf eine Mischung aus internem und externem Fachwissen während ein Drittel der Befragten sich auf den Ausbau des internen Know-hows fokussiert, Mitarbeiter weiterbildet und neue Fachkräfte einstellt. (kjo/sda)

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